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Damp-Gruppe: Ab Mittwoch Urabstimmungen über Streiks

Gesundheit Damp-Gruppe: Ab Mittwoch Urabstimmungen über Streiks

An den Kliniken der Damp-Gruppe in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern beginnt am Mittwoch die zweitägige Urabstimmung über einen unbefristeten Streik.

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Bei der Damp-Gruppe droht ein Streik.

Quelle: dpa

Damp/Stralsund. Ein letzter Versuch, den Ausstand abzuwenden, sei am Donnerstag gescheitert. Jetzt heiße es: Wer nicht hören will, muss fühlen, sagte der Verdi-Verhandlungsführer Oliver Dilcher am Freitag. Hintergrund ist der seit Monaten schwelende Tarifstreit zwischen der Gewerkschaft Verdi und der Helios AG, zu der die Damp-Gruppe seit März dieses Jahres gehört.

Auch an den zwei Abstimmungstagen soll nach Gewerkschaftsangaben von Beginn der Frühschicht bis zum Ende der Spätschicht gestreikt werden. "Notdienste sind aber überall gewährleistet und auch die Nachtschichten sind nicht betroffen", sagte Dilcher. An beiden Tagen sind an verschiedenen Standorten Aktionen und Kundgebungen geplant. Am Donnerstag wollen sich Beschäftigte aus Damp, Schleswig und Schönhagen bei Eckernförde auf dem Capitolplatz in Schleswig zu einer Kundgebung treffen.

Insgesamt sind rund 4000 Gewerkschaftsmitglieder zur Urabstimmung aufgerufen. "Darunter sind auch etwa 200 Mitglieder der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), die bei der Zentralen Service-Gesellschaft angestellt sind und am Standort Damp auch für den Klinikbereich arbeiten", sagte Dilcher. Das Ergebnis der Abstimmung soll am 18. Juni bekanntgegeben werden. "Ich gehe davon aus, dass wir das erforderliche Quorum von 75 Prozent für einen Arbeitskampf erreichen werden", sagte der Verdi-Verhandlungsführer.

Die Gewerkschaft fordert für die insgesamt 5600 Beschäftigten der Akut- und Rehakliniken in Damp, Schönhagen, Schleswig, Kiel und Lehmrade in Schleswig-Holstein, der Hamburger Endo-Klinik sowie der Kliniken in Ahrenshoop und Stralsund (Mecklenburg-Vorpommern) 7,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch einen Sockelbetrag von 200 Euro, Weihnachtsgeld sowie eine Arbeitsplatzsicherung im Servicebereich. Helios hatte zuletzt Gehaltssteigerungen von bis zu 3,5 Prozent für die Beschäftigten angeboten, deren Einkommen unter denen an kommunalen Krankenhäuser liegen. Die Forderungen von Verdi nannte Helios unverhältnismäßig.

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Nach Streikandrohung
Eine Verdi Fahne flattert vor der Endoklinik in Hamburg.

Die Helios Kliniken GmbH wird sich im Tarifstreit mit der Gewerkschaft Verdi zu einem erneuten Gespräch treffen. Der Konzern komme damit einer Einladung von Verdi nach, teilte Helios am Dienstag mit.

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