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Mehr Platz für Schnäppchenjäger

Designer Outlet Center Mehr Platz für Schnäppchenjäger

Sonnenschein, ein glücklicher Betreiber, ein gutgelaunter Bürgermeister und zufriedene Gäste: Die Stimmung könnte nicht besser sein auf der neuen Plaza im „Village-Stil“, wo seit Donnerstag Preis- und Modebewusste aus aller Welt auf Schnäppchenjagd gehen können.

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Feierliche Eröffnung des Erweiterungsbaus: Schnäppchenjäger können jetzt in rund 30 neuen Geschäften im Designer Outlet Center stöbern.

Quelle: Uwe Paesler

Neumünster. Der Grund für die gute Laune: Drei Jahre nach dem durchaus auch kritisch beäugten Start hat das Designer Outlet Center (DOC) in Neumünster am Donnerstag seinen 35 Millionen Euro teuren Erweiterungsbau mit viel Show und Tamtam eröffnet.

 „Neben Marken wie Adidas, Diesel und Jack Wolfskin konnten wir unter anderem Timberland und Bellstaff für uns gewinnen“, freut sich DOC-Chef John Ralston und ergänzt: „Insgesamt wurden 35 neue Shops und drei weitere Gastronomieangebote geschaffen.“ Die Verkaufsfläche sei somit von 15000 auf 20000 Quadratmeter gewachsen. Zusätzlich sei ein Parkhaus mit 950 Plätzen entstanden. Auch der regionale Arbeitsmarkt soll von der Erweiterung profitiert haben: „Wir konnten die Zahl der Arbeitsplätze von bisher 750 auf knapp 1000 erhöhen“, berichtet der aus Schottland stammende Handelsmanager.

 „Das DOC hat die Welt für uns in Neumünster verändert“, sagt Oberbürgermeister Olaf Tauras (parteilos). Die Besucher würden hier neben prall gefüllten Einkaufstüten ein positives Gefühl mit nach Hause nehmen. Das beschere der Stadt einen „erheblichen Imagegewinn“, der sich durch die Inbetriebnahme des zweiten Bauabschnittes nun noch verstärken werde. Auch die befürchteten Kollateralschäden für den innerstädtischen Einzelhandel seien bislang ausgeblieben: „Im Gegenteil: Durch das DOC kommen zusätzliche Besucher nach Neumünster, die die Stadt sonst nicht wahrgenommen hätten“, ist sich Tauras sicher.

 Etwas anderes sieht das der Einzelhandelsverband Nord: Zwar seien die Auswirkungen des DOC nicht ganz so schlimm, wie zunächst angenommen. Dennoch hätte es innerhalb Neumünsters und des Umlandes in den vergangenen drei Jahren „deutliche Umsatzeinbußen und Geschäftsschließungen“ gegeben, bilanziert Geschäftsführer Dierk Böckenholt. „Daher ist eine Erweiterung immer als kritisch anzusehen“, so Böckenholt. Zumal die Auswirkungen auf den stationären Einzelhandel sehr unterschiedlich seien. Spannend sei laut Böckenholt aber die Frage, was eigentlich passiert, wenn am 15. Oktober das ECE-Einkaufszentrum in Neumünsters Mitte zusätzlich noch seine Pforten öffnet.

 Trotz aller Kritik scheint das Konzept, in einem Edelmarken-Dorf Designerware mit Preisnachlässen zwischen 30 und 70 Prozent anzubieten, aufzugehen. „Gerade bei den Besuchern aus dem Ausland zeigt der Trend deutlich nach oben“, sagt DOC-Entwicklungsmanager Henning Balzer. So haben sich beispielsweise die steuerfreien Einkäufe von nichteuropäischen Kunden im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Um künftig noch mehr Amerikaner, Chinesen und Co. nach Neumünster zu locken, würde McArthur Glen bereits mit mehr als 100 nationalen und regionalen Tourismuspartnern zusammenarbeiten, so Balzer.

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Ein Artikel von
Jana Ohlhoff
Lokaldesk

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