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RDC startet Probefahrten nach Sylt

Zugverkehr RDC startet Probefahrten nach Sylt

Ab Montag startet die Railroad Development Corporation Deutschland (RDC D) als Konkurrent der Deutschen Bahn regelmäßige Testfahrten mit dem Autozug Sylt I auf der Verbindung zwischen Niebüll und Westerland auf Sylt. Es soll jeweils ein bis drei Fahrten pro Richtung geben.

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Starten den Autozug Sylt (v.li.): die RDC-Geschäftsführer Carsten Carstensen, Hans Leister und Hinrich Krey.

Quelle: Uwe Paesler

Niebüll/Westerland. Das teilte das Unternehmen am Freitag mit. Zunächst soll die RDC-Lokomotive (Typ MaK ME 26) zum Einsatz kommen, später dann der komplette 600 Meter lange Autozug. Das Betriebspersonal erhält Schulungen unter anderem für die Verladeterminals in beiden Bahnhöfen. Die Nord-Ostsee-Bahn (NOB) wird, wie berichtet, für den Autozug Sylt fahren. Da die NOB-Mitarbeiter aber noch bis Dezember 2016 anderweitig eingesetzt sind, stellt eine Schwestergesellschaft der Transdev-Gruppe, zu der auch die Nord-Ostsee-Bahn gehört, das Betriebspersonal.

 Die Schulungsfahrten des Autozugs Sylt finden regelmäßig wochentags statt, nur vereinzelt an Wochenenden. Es soll jeweils ein bis drei Fahrten pro Richtung geben. Der reguläre Betrieb des neuen Autozug Sylt soll im Februar beginnen. Dann will RDC zunächst 98 Verbindungen pro Woche fahren. Ab Februar wird es voraussichtlich für die Fahrgäste nach Sylt zu noch mehr Verspätungen kommen, weil dann beide Unternehmen gleichzeitig die Trasse nutzen. Grund dafür sind Probleme bei der Abfertigung der Züge an den Terminals der Bahnhöfe in Sylt und Westerland. Zudem hat die DB die Fahrten mit dem „Sylt-Shuttle“ seit dem Winterfahrplan von 14000 auf 20000 Fahrten im Jahr erhöht.

 „Leider sind die bekannten Rangierkonflikte in den Bahnhöfen von den Zuständigen bislang nicht gelöst worden. Wir können nun nicht länger mit der Aufnahme der Schulungsfahrten warten, da diese zur Vorbereitung unseres Regelbetriebs zwingend notwendig sind. Selbstverständlich bemühen wir uns aber bestmöglich, den Streckenbetrieb damit so wenig wie möglich zu belasten“, sagt RDC-Geschäftsführer Carsten Carstensen. Ab 2017 kann RDC die Strecke mindestens 104 Mal wöchentlich bedienen, dann mit neuen doppelstöckigen Wagen und Loks, in die das Unternehmen 60 Millionen Euro investieren will.

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Ein Artikel von
Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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