21 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Dienstleistungen im Norden stark gefragt: Neue Arbeitsplätze

Außenhandel Dienstleistungen im Norden stark gefragt: Neue Arbeitsplätze

Die Dienstleister im Norden stocken ihre Belegschaften auf, weil die Geschäfte gut laufen. Ob sie auch viele Jobs für Flüchtlinge schaffen können, muss sich erst noch zeigen.

Voriger Artikel
Hochbetrieb vor Weihnachten erwartet
Nächster Artikel
Ehemaliger Schaeffler-Chef Geissinger baut künftig Windkraftwerke

Studie: 2015 wurden im Dienstleistungssektor 33 500 neue Jobs geschaffen.

Quelle: D. Bockwoldt/Archiv

Hamburg. Die Branche der Dienstleistungen für Unternehmen hat in Norddeutschland ein sehr gutes Jahr hinter sich und ist auch für 2016 optimistisch. In der Branche seien im abgelaufenen Jahr 33 500 neue Stellen geschaffen worden, sagten Nikolaus von der Decken, Geschäftsführer Creditreform Hamburg, und Hans Fabian Kruse als Präsident des Unternehmensverbandes AGA am Donnerstag in Hamburg. Ursprünglich hatten die unternehmensnahen Dienstleister nur mit einem Zuwachs von 22 600 Jobs gerechnet. Die Umsätze der Unternehmen erhöhten sich um 3,3 Prozent.

Auch im kommenden Jahr soll sich die Zahl der Mitarbeiter um 1,4 Prozent oder 23 000 neue Stellen erhöhen. "Der Dienstleistungssektor ist und bleibt eine sichere Bank bei der Schaffung neuer Stellen", sagte von der Decken. Der DiNo-Indikator, der die Einschätzung der gegenwärtigen und erwarteten Umsatz- und Gewinnlage zusammenfasst, stieg von 129 auf 132 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit 2011. Im kommenden Jahr erwarte der Dienstleistungssektor ein Umsatzplus von insgesamt 2,8 Prozent.

Der Unternehmensverband AGA forderte einerseits eine Begrenzung der Flüchtlingszahlen, betonte aber auch die Bereitschaft, Flüchtlinge als Arbeitskräfte in den Unternehmen zu beschäftigen. "Flüchtlingszahlen wie 2015 bringen die Gesellschaft, die Politik und auch die Wirtschaft an die Grenzen ihrer Möglichkeiten", sagte Kruse. "Vor dieser Realität dürfen wir die Augen nicht verschließen." Bei der Umfrage hätten sich rund zwei Drittel der Unternehmen für eine Begrenzung der Flüchtlingszahlen ausgesprochen. Gleichzeitig hätten 68 Prozent der Unternehmen erklärt, sie könnten sich vorstellen, Flüchtlinge zu beschäftigen - sei es als Praktikanten, Auszubildende oder Festangestellte. Konkrete Erfahrungen liegen aber erst wenige vor; rund 90 Prozent der Unternehmen hatten noch keinen Kontakt mit Flüchtlingen.

Die unternehmensnahen Dienstleistungen umfassen ein breites Spektrum von Tätigkeiten, die von Hausverwaltung und Sicherheit über Finanzen und Informationstechnik bis zu Logistik und Marketing reichen. In Norddeutschland beschäftigen fast 176 000 Betriebe mehr als 1,5 Millionen Arbeitnehmer und erwirtschaften einen Umsatz von mehr als 194 Millionen Euro.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Veranstaltung in...

Aktuelle
Veranstaltungen
und Tagestipps!

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten: Wirtschaft 2/3