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Norden zeigt Stärke auf der Cebit

Digitalmesse in Hannover Norden zeigt Stärke auf der Cebit

Mittlerweile umfasst die digitale Branche in Schleswig-Holstein etwa 14000 Unternehmen – Tendenz steigend. Auf der Cebit, der weltweit größten Messe der Informationstechnik (14. bis 18. März), will der Norden erneut Stärke zeigen und für Produkte aus dem Norden werben.

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Die Digitalisierung hat alle Bereiche von Gesellschaft und Wirtschaft erfasst: Viele Unternehmen aus Schleswig-Holstein wollen ihre Produkte auf der Cebit zeigen.

Quelle: Peter Steffen

Kiel. So werden zum zweiten Mal in Folge 14 Unternehmen und Institutionen auf einem gemeinsamen Messestand dort Präsenz zeigen. Organisiert wird der Stand von der Wirtschaftsförderung- und Technologietransfer Schleswig-Holstein (WTSH) sowie dem Clustermanagement der digitalen Wirtschaft (Diwish): „Wir wollen das Know-how des Landes perfekt darstellen und die Mensch-Maschine-Schnittstelle sichtbar machen“, sagt Diwish-Projektleiter Tim Schlotfeldt.

 Auf die Stärke der digitalen Wirtschaft speziell in der Region Kiel mit etwa 4000 Unternehmen setzen der Wissenschaftsparks Kiel und die Kieler Wirtschaftsförderungs- und Strukturentwicklung (KiWi): Sie haben einige Unternehmer, darunter die Gründer mehrere Kieler Start-ups, am 16. März nach Hannover zur Cebit eingeladen. Dort wollen sich die Kieler „als digitaler Wirtschaftsstandort sichtbar machen“, sagt KiWi-Geschäftsführer Werner Kässens: „Wir haben hier die richtigen Player, setzten damit Schwerpunkte und müssen das durch unser Standortmarketing festigen.“ Als „Marktplatz der Vernetzung“ biete die Cebit das richtige Fundament – auch, weil Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer sich dort auf dem „Kieler Abend“ von der Leistungsfähigkeit der Branche im Norden überzeugen und mit den Kieler Unternehmern ins Gespräch kommen möchte.

 Dabei sei jede Investition in die digitale Wirtschaft aufgrund des Transformationsprozesses in die digitale Gesellschaft wichtig für alle Branchen, betont Kässens. Für Wissenschaftspark-Geschäftsführer Dirk Cordes ist der Unternehmensstandort Kiel mehr denn je „ein Nährboden für Innovationen“. Deshalb müssten IT-Unternehmen sich verstärkt untereinander und mit anderen Branchen vernetzen: „Nur gemeinsam können wir unsere Stärken ausspielen und an einer gebündelten Innovationsstrategie feilen“, betont Cordes. Daraus ließe sich dann ein Mehrwert für die digitale Wirtschaft in der Region Kiel erzielen. „Kiel ist mehr als die Kieler Woche und darf künftig nicht mehr als Provinz wahrgenommen werden. Deshalb wollen wir am Netzwerk mitarbeiten und werden davon auch profitieren“, sagt Felix Magedanz, Geschäftsführer des Start-ups Cap 3, eine Agentur für moderne Web- und App-Entwicklung.

 Björn Schwarze, Geschäftsführer von Addix Internet-Services, verspricht sich viel von dem gemeinsamen Besuch der Unternehmer bei der Cebit: „Hier wird die Infrastruktur für künftige Geschäfte gelegt.“ Als entscheidend für einen weiteren Erfolg bezeichnet Schwarze die Hebung von Potenzialen auch in der Region. Gerade große Unternehmen kauften häufig ihre digitalen Dienstleistungen woanders. „Ziel muss es jedoch sein, dass die Wertschöpfung in Schleswig-Holstein bleibt. Und wir im Norden können im Wettbewerb nur bestehen, wenn wir uns zusammentun“, sagt Schwarze.

 Wer an der Unternehmerfahrt teilnehmen möchte, kann sich bis Montag, 14. März, bei der KiWi anmelden: aborchardt@kiwi-kiel.de

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Ein Artikel von
Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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