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Citti will noch mehr Parks

Wirtschaft Citti will noch mehr Parks

Einzel- und Großhändler, Schiffsausrüster und Betreiber von Einkaufszentren: Die Aktivitäten der Citti-Gruppe sind vielfältig und werden stetig erweitert. Nun will die Handelsgesellschaft in den nächsten Jahren den Bereich Shopping-Center deutlich ausbauen und ist daher bundesweit auf der Suche nach geeigneten Standorten.

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Blick in den Kieler Citti-Park: Hier wie auch an den übrigen Standorten gehört der Mix von großen Filialisten und inhaber-geführten Geschäften zur Center-Philosophie.

Quelle: hfr

Kiel. Es sei auch der gute Ruf bei den Mietern, der das Unternehmen zu diesem Schritt ermutigt hat, sagt Harald Rottes, Leiter des Bereichs Immobilien und Einkaufszentren, und kann das auch belegen. Der Kieler Citti-Park schneidet bei Branchen-Rankings regelmäßig sehr gut ab. In diesem Jahr gehörte das Einkaufszentrum erneut zu den erfolgreichsten Einkaufszentren Deutschlands. In einem Ranking der 400 deutschen Zentren landete der Citti-Park, wie schon berichtet, auf dem zweiten Platz. Befragt hatte die Beratungsgesellschaft Ecostra (Wiesbaden) dazu jeweils die Mieter der Parks. Sie sollten ihre Zufriedenheit in einer Schulnote ausrücken: Der Citti-Park Kiel erzielte dabei die Durchschnittsnote 1,56 und platzierte sich damit hinter dem Breuningerland in Sindelfingen (Baden-Württemberg). Die Mieter beurteilten aber auch die Arbeit der Center-Betreiber. Und auch hier landete Citti auf Platz zwei, knapp hinter Marktführer ECE (Hamburg).

 Für die Mieter zählten laut Ecostra bei der Bewertung der Einkaufszentren vor allem Mietpreisniveau und Umsatzpotenzial. Und das Potenzial scheint in Kiel hoch zu sein – obwohl, wie Rottes sagt, gleichzeitig auch die Konkurrenz in der Landeshauptstadt deutlich stärker ist als an anderen Standorten.

 Denn mit dem Sophienhof in Kiel (Platz 79) und dem Ostseepark in Schwentinental gibt es zwei starke Kundenmagneten in direkter Nachbarschaft. Befürchtungen, dass die neue Holsten-Galerie in Neumünster (23000 Quadratmeter) beim Citti-Park Kiel zu Einbußen führen könnte, hat Rottes nicht. „Unsere Position wird in den kommenden Jahren eher weiter gestärkt, weil durch den Umbau des A215-Anschlusses bis 2017 die Zu- und vor allem Abfahrt deutlich verbessert werden.“

 In Lübeck beispielsweise sei die Konkurrenz nicht so stark. In den Hansestadt investiert Citti derzeit rund 100 Millionen Euro in seinen Park, baut um und erweitert ihn um rund 10000 Quadratmeter Verkaufsfläche und Flächen für Gastronomie und Dienstleistungen. Der Citti-Park Lübeck wird dann rund 37000 Quadratmeter Verkaufsfläche haben und damit deutlich größer sein als Kiel (33500 Quadratmeter). Ende 2016 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

 Neben Kiel und Lübeck betreibt Citti Zentren in Flensburg, Rostock und Stralsund. Seit einiger Zeit sucht das Kieler Handelsunternehmen bundesweit nach Standorten für Einkaufszentren. „Hamburg zum Beispiel muss man machen“, sagt Rottes. Allerdings ist die Suche nicht einfach, denn neue Handelsflächen werden in Deutschland kaum noch ausgewiesen. Daher hat Citti vor allem einen Blick auf bestehende Zentren, solche, die schlecht laufen und von denen Citti sich zutraut, sie zum Laufen zu bringen. Neben Hamburg kämen Städte wie Dortmund, Frankfurt, Stuttgart oder München – beziehungsweise ein Standort in Bayern – infrage.

 Um Einkaufszentren erfolgreich zu betreiben, muss der Standort stimmen, aber auch der Mix des Angebotes. Citti achtet daher darauf, dass neben einem Citti-Markt und Unternehmen wie Media Markt sowie großen Textil- und Sportfilialisten auch inhabergeführte Geschäfte stark vertreten sind. Knapp 30 Prozent sind es in Kiel. „Das ist für uns die Sahne obendrauf“, sagt Rottes – und daher sei man auch zu Zugeständnissen beim Mietpreis bereit. Mit dieser Strategie unterscheide sich Citti von den großen Wettbewerbern.

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