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Einsatz für gekündigte Damper

Gabriel und Nahles Einsatz für gekündigte Damper

Gekündigte Damp-Beschäftigte wollen ihrem Ärger am Samstag in Kiel lautstark Luft machen. Auf der Kundgebung werden auch Verdi-Chef Bsirske und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Albig erwartet. Unterstützung für die Gekündigten kam unterdessen auch aus Berlin.

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SPD-Chef Sigmar Gabriel hat ein Solidaritätsschreiben verfasst.

Quelle: dpa

Berlin/Kiel. Gekündigte Beschäftigte der früheren Damp-Gruppe bekommen jetzt Rückendeckung aus der Bundespolitik: SPD-Chef Sigmar Gabriel und seine Generalsekretärin Andrea Nahles wandten sich in einem Solidaritätsschreiben am Freitag an die Belegschaft der Damp-Kliniken und -Einrichtungen, die im März von der Helios Kliniken GmbH übernommen worden waren.

Darin nannten sie die Kündigungen beispiellos: „Dass der Helios-Konzern auf den Streik mit der Kündigung aller Beschäftigten reagiert, verschlägt einem fast die Sprache. Der Konzern will Druck aufbauen, um Euer grundgesetzlich garantiertes Streikrecht zu brechen. Dazu werden wir nicht schweigen.“ Die Damp-Beschäftigten hätten die Solidarität der ganzen SPD. Die Sozialdemokraten forderten Helios auf, „zu normalen Tarifverhandlungen zurückzukehren und die Grundrechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu achten“.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) sagte der Onlineausgabe der „Kieler Nachrichten“: „Das, was hier passiert, ist für mich nur schwer zu ertragen.“ Die Auseinandersetzung werde mit einer ungewöhnlichen Härte geführt. Gefragt sei eine sachliche Lösung. Albig will an diesem Samstag auf einer Demonstration der Gewerkschaft Verdi in Kiel sprechen, ebenso wie der Verdi-Bundesvorsitzende Frank Bsirske.

Der Kieler SPD-Fraktionsvorsitzende Ralf Stegner sagte, die Vorgänge seien „ein Rückfall in frühkapitalistische Verhältnisse. Man schmeißt die Leute raus, wenn sie streiken“. Stegner betonte mit Blick auf Damp auch, dass Schleswig-Holstein ein neues Tariftreuegesetz auf den Weg bringen wolle. „Das soll unter anderem verhindern, dass von einem privaten Anbieter, der Geld vom Land bekommt, Dumpinglöhne gezahlt werden.“ Stegner will sich am Montag mit Helios treffen. Die Landesvorsitzende der Grünen, Marlene Löhr, sprach von einem erschreckenden Vorgehen, das zeige, wie wenig die Arbeitnehmer manchen Arbeitgebern noch wert seien.

An den Damp-Standorten in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern schwelt seit Monaten ein Tarif-Konflikt zwischen Verdi und Helios. Verdi fordert für die 5600 Beschäftigten 7,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 200 Euro mehr im Monat sowie Weihnachtsgeld und eine Sicherung der Arbeitsplätze im Servicebereich. Die Damp-Kliniken gehören seit März zu Helios. Nach mehreren Warnstreiks sprachen sich Mitte Juni bei einer Urabstimmung 86 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder für einen unbefristeten Streik aus. Seit der vergangenen Woche wird an verschiedenen Standorten gestreikt.

Daraufhin hatten die Kliniken und Einrichtungen ihre Verträge mit der Zentralen Service-Gesellschaft (ZSG) Damp gekündigt, die etwa für Reinigung und Pflege zuständig ist. Die ZSG hatte danach ihrerseits 1000 Mitarbeitern vorsorglich gekündigt. Erste Klagen dagegen gingen bei den Arbeitsgerichten Flensburg und Kiel ein. Verdi, der DGB und die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit sprachen von unwirksamen Kündigungen.

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Verdi-Chef kommt
In Damp wird die Zentrale Service-Gesellschaft (ZSG) zu Grabe getragen. Gekündigte Beschäftigte haben indes Klagen eingereicht.

Mit unverminderter Härte geht der Tarifstreit zwischen Verdi und Helios um die Damp-Kliniken weiter. Erste Kündigungsklagen sind jetzt bei Gericht. Am Samstag kommt Verdi-Chef Bsirske zu einer Kundgebung nach Kiel. Der SSW warf Helios reines Profitstreben vor.

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