5 ° / 4 ° Schneeregen

Navigation:
Branche kämpft um den Nachwuchs

Einzelhandel Branche kämpft um den Nachwuchs

Junge Menschen für eine Ausbildung im Einzelhandel zu begeistern, stellt die Unternehmen zunehmend vor Probleme. „Alle Akteure im Land sind gefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um den Fachkräftebedarf zu sichern“, sagt Kiels IHK-Präsident Klaus-Hinrich Vater.

Voriger Artikel
Hansa ruft „Hella Kirsche“ zurück
Nächster Artikel
Vorsicht vor den Finanzwetten

Zufriedene Auszubildende bei "Sky" (v.li.): Julian Thode (19), Timo Ruge (23), Kristin Ewerlin (21) und Umut Cidem (25).

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. Weil das Kieler Unternehmen Supermärkte Nord („Sky“) mit einem „vorbildlichen Ausbildungskonzept“ seit vielen Jahren aktiv Vorsorge betreibe, zeichnete Vater es jetzt als „Top-Ausbildungsbetrieb“ aus. 450 Auszubildende beschäftigt das Gemeinschaftsunternehmen von Coop Kiel und der Rewe-Gruppe als Mehrheitseigner in seinen etwa 160 Märkten im Norden, die bis Mitte 2019 auf Rewe umgeflaggt werden. 70 Prozent der Azubis, schätzt Personalentwicklungschefin Merle Hansen, wurden bislang übernommen. „Künftig werden wir die Übernahme in Vollzeit garantieren“, betont Thomas Krajewski. Der Geschäftsführer der Supermärkte Nord will auch so die Attraktivität der Ausbildung hochhalten.

Verdi: Arbeitszeiten dürfen sich nicht weiter verschlechtern

Dass es für Einzelhändler immer schwieriger wird, Nachwuchskräfte zu finden, weiß auch Verdi-Mann Mathias Baumgart. Obwohl die Branche attraktiv sei und „gute Ausbildungsberufe“ biete, schreckten das Lohngefüge und auch die Arbeitszeiten manchen Jugendlichen ab. „Die jetzt von der Landesregierung diskutierte Ausweitung von Sonntagsöffnung und Ladenöffnungszeiten machen den Job bestimmt nicht attraktiver“, sagt Baumgart. Auch müsse eine Anschlussbeschäftigung an die zwei- oder dreijährige Ausbildung „die Regel sein“. 

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

Mehr aus Nachrichten: Wirtschaft 2/3