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Sky kämpft mit Lücken im Sortiment

Einzelhandel Sky kämpft mit Lücken im Sortiment

Die Umstellung auf Rewe bereitet offenkundig größere Probleme als bislang zugegeben: Kunden der 160 Sky-Markte im Norden beschweren sich über anhaltende Lücken im Sortiment. Die Betreibergesellschaft verspricht: Rechtzeitig vor Weihnachten soll alles wieder gut sein.

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Lücken auch bei Hygienepapier: Sky-Markt Knooper Weg in Kiel.

Quelle: eis - Thomas Eisenkrätzer

Kiel.. Sky-Markt Kiel-Weißenburgstraße, Montag, 11.30 Uhr. Auf den ersten Blick fallen die Lücken in den Regalen kaum auf. Doch dann sieht man sie doch an vielen Stellen: unschöne Leerräume. Ob Kosmetik-Produkte, Reis, Schokolade oder Gebäckschnitten: An zahlreichen Stellen haben sich Löcher ausgebreitet wie Karies im Sortiment. Arganöl Haarkur für 0,69 Euro: Fehlanzeige. Atry Basmati-Reis, ein Kilo für 2,99: ausverkauft. Merci-Schokolade „Große Finest Selection“: alle.

Auch Standardware fehlt zum Teil

„Ist bestellt. Müsste morgen da sein. Aber versprechen kann ich Ihnen das nicht“, lautet die Auskunft des Personals. Und zwar nicht nur im Sky-Markt Weißenburgstraße. Die Probleme betreffen alle rund 160 Märkte, die der Handelsriese Rewe und die Kieler Coop eG als Minderheitsgesellschafter seit knapp einem Jahr unter dem Dach der Supermärkte Nord Vertriebs GmbH & Co. KG(Kiel) betreiben. Seit Monaten beschweren sich Kunden, weil zum Teil Standardwaren nicht oder nur sehr eingeschränkt verfügbar sind – vom gewohnten Waschmittel über Müsliriegel – bis zu hin Mehl, Margarine und Klopapier. Sabine Pfautsch, Kommunikationschefin der Supermärkte Nord, räumt „Einschränkungen für unsere Kunden“ ein, hält sich zu deren Ausmaß aber bedeckt. Tatsache ist jedoch, dass es bei der geplanten Umflaggung der Sky-Märkte im Norden – davon etwa 110 in Schleswig-Holstein – auf Rewe gewaltig holpert.

Zwei Unternehmenswelten müssen verschmelzen

Zwar startet die Umgestaltung der Läden erst im Januar, doch diesem Schritt vorgeschaltet, so Pfautsch, sei ein „sehr komplexer Anpassungsprozess, im Zuge dessen zwei unterschiedliche Unternehmensstrukturen und IT-Prozesse über verschiedene Schnittstellen in relativ kurzer Zeit miteinander vernetzt werden müssen.“

„Unsere Mitarbeiter sowie die der Rewe arbeiten gemeinsam mit Hochdruck an Lösungen“, versichert die Sprecherin. In den vergangenen drei Wochen sei dies bereits für „einen Großteil“ der Herausforderungen gelungen, viele Lücken in den Regalen habe man bereits schließen können: „Wir sind überzeugt, dass sich die Situation in Kürze normalisieren wird.“

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Ein Artikel von
Ulrich Metschies
Wirtschaftsredaktion

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