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Wetter trübte das Sommergeschäft

Einzelhandel im Norden Wetter trübte das Sommergeschäft

Das Sommergeschäft des Einzelhandels in Schleswig-Holstein hat die Erwartungen nicht erfüllt. Kleidung und Schuhe gingen wegen des mäßigen Wetters nicht gut weg. Jetzt ruhen die Hoffnungen auf dem Weihnachtsgeschäft.

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Nicht ungetrübt, das Sommergeschäft im Einzelhandel des Nordens: Eine Frau trägt dennoch Einkaufstüten.

Quelle: Carsten Rehder/dpa

Kiel. Das mäßige Wetter in den Haupturlaubsmonaten Juli und August hat dem Einzelhandel in Schleswig-Holstein in einigen Branchen geschadet. „Im Bereich Bekleidung/Textil war das Geschäft nicht ganz so toll, und auch Schuhe hatten Absatzprobleme“, sagte Monika Dürrer von der Geschäftsführung des Einzelhandelsverbandes Nord in Kiel. Der Sommerschlussverkauf, den es offiziell nicht mehr gebe, versöhne aber wieder bei zuletzt herrlichem Sonnenschein. Bei Rabatten jenseits der 50 Prozent bleibe aber kaum Gewinn. Die überdurchschnittlich vielen Touristen in diesem Sommer in Schleswig-Holstein hätten sich positiv bemerkbar gemacht. Gerade bei schlechtem Wetter seien viele Innenstädte voll gewesen.

Hoffen auf Weihnachten

Schnäppchen kann laut Dürrer noch ergattern, wer Restangebote von Sonnenschirmen oder Liegen findet. Die Fußball-Europameisterschaft belebte laut Dürrer das Geschäft mit Fernsehern. Auch Grills seien gut verkauft worden. Die Hoffnungen lägen jetzt auf dem Weihnachtsgeschäft, der umsatzstärksten Zeit des Jahres. Insgesamt rechnet der Handel in Deutschland für 2016 mit einem Umsatzplus von zwei Prozent. Der Gesamthandel in Schleswig-Holstein käme bei diesem Wachstum auf einem Umsatz von 17,8 Milliarden Euro.

„Die Rahmenbedingungen sind einfach gut für die Konjunktur – gestiegene Löhne, mäßige Energiepreise, und die Leute bekommen auf der Bank kaum Zinsen für ihr Geld“, sagte Dürrer. Zu den Problemen, mit denen der Einzelhandel in Schleswig-Holstein kämpft, gehöre die große Zahl an Geschäften. „Das schafft erheblichen Konkurrenzdruck.“ Und der wachsende Online-Handel sei ein Strukturproblem: „Viele kaufen mittlerweile vom Sofa aus, das nimmt Schwung aus dem Handel.“ In manchen Innenstädten gebe es Leerstände an Geschäftsflächen von mehr als zehn Prozent.

dpa

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