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Hilfe für ausländische Arbeitnehmer

Neues Beratungsangebot Hilfe für ausländische Arbeitnehmer

Zwei Euro pro Stunde fürs Tellerwaschen, Verstöße gegen den Gesundheitsschutz, keine Krankenkasse: Arbeitskräfte aus östlichen EU-Staaten, aber auch Flüchtlinge werden oft ausgebeutet. Betroffene in Schleswig-Holstein können sich jetzt Rat holen.

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Zollbeamte bei einer Razzia gegen Schwarzarbeit: In Schleswig-Holstein soll eine Beratungsstelle jetzt ausländischen Arbeitnehmern helfen.

Quelle: Boris Roessler

Kiel. Gegen die Ausbeutung ausländischer Arbeitskräfte in Schleswig-Holstein soll eine neue Beratungsstelle in Kiel helfen. Es gehe darum, Lohndumping, unzulässige Arbeitsverträge, Verstöße gegen den Gesundheitsschutz oder fehlenden Sozialversicherungsschutz zu bekämpfen, sagte Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord.

So solle betroffenen Ausländern geholfen werden, erklärte er in Kiel bei der Eröffnung der Beratungsräume im Gewerkschaftshaus. Ausbeutung und menschenunwürdige Praktiken gebe es etwa in Schlachthöfen, auf Werften, Äckern, Erdbeerfeldern, dem Bau oder in der Gastronomie.

Berater sprechen Vielzahl von Sprachen

Arbeitsminister Reinhard Meyer (SPD) überreichte der Beratungsstelle einen Förderbescheid über gut 326000 Euro. Der Minister lobte besonders den neuen Beratungsbus, der direkt zu Betroffenen im ganzen Land fährt. Berater können vor Ort in verschiedenen Sprachen helfen: etwa auf Polnisch, Bulgarisch, Rumänisch, Ungarisch, Spanisch, Englisch, aber auch Arabisch.

"Wir beraten Arbeitnehmer nicht nur aus EU-Ländern, sondern auch aus anderen Staaten", sagte Horst Hopmann, Geschäftsführer von "Arbeit und Leben Schleswig-Holstein". Der Verein habe bereits in sechs Bundesländern Beratungsstellen, so auch in Hamburg und Niedersachsen.

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