19 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Die Blicke richten sich auf Kiel

Flüssigerdgas-Terminal Die Blicke richten sich auf Kiel

Am 28. November 2018 wird die Meyer Werft mit der „Aidanova“ das erste Kreuzfahrtschiff abliefern, das als Treibstoff Flüssigerdgas (LNG) benutzt. Die Sache hat aber einen großen Haken: Es gibt aufgrund politischer Versäumnisse in Deutschland bislang kein LNG-Lager mit Hafenanschluss.

Voriger Artikel
Diese Gemeinde steht unter Strom
Nächster Artikel
Prognose: Deutschland vor Hochkonjunktur

Kurs Brunsbüttel: Auch der 298 Meter lange Tanker „Stena Crystal Sky“, hier am LNG-Terminal in Rotterdam, soll einmal an der Elbe festmachen.

Quelle: Frank Behling

Brunsbüttel. Anders als in den Niederlanden, Belgien, Frankreich oder Großbritannien sind die Pläne zum Bau eines derartigen Terminals 2008 in Wilhelmshaven zugunsten der Erdgaspipeline nach Russland eingestellt worden.

Doch nun kommt Bewegung in die Planung. Im April hatte der niederländische Energiekonzern Gasunie sich für Brunsbüttel als Standort zum Bau eines LNG-Terminals entschieden. Neben der Schifffahrt gibt es in Brunsbüttel auch industrielle Abnehmer für das verflüssigte Erdgas. „Die Versorgung der Industrie ist da ein ganz wichtiger Faktor bei der Auslastung des Terminals“, sagt Frank Schnabel, Geschäftsführer der Hafengesellschaft Brunsbüttel Ports. Damit bekommt die Forderung nach dem Terminal eine neue Dynamik.

„Brunsbüttel ist der ideale Standort für den Bau dieses Terminals“, sagt Schnabel. Der Terminal soll an der Elbe östlich des Elbehafens entstehen und eine Kapazität von etwa 200000 Kubikmetern haben. Damit erfülle der Terminal die Anforderungen für den wirtschaftlichen Betrieb, sagt Schnabel. Bei einer Diskussionsrunde zusammen mit dem Hafen Hamburg Marketing zum Thema „Kooperation Unterelberaum“ spielte das Thema Flüssigerdgas gestern eine große Rolle.

Bei der Abfertigung soll der neue Terminal so ausgelegt werden, dass an ihm auch die größten derzeit fahrenden LNG-Tanker festmachen können. Dabei handelt es sich um die Schiffe der Qatar-Max-Klasse, die 345 Meter lang und 53,8 Meter breit sind. Sie haben ein Fassungsvermögen von bis zu 266000 Kubikmetern und können die Elbe bis Brunsbüttel sicher befahren.

Bei der Realisierung schauen jetzt alle Beteiligten in Richtung Kiel. „Wir setzen darauf, dass die neue Landesregierung sich möglichst schnell bildet und das Projekt unterstützt“, sagt Schnabel. Der Investor Gasunie ist bereits mit den Vorbereitungen beschäftigt. Wenn der Terminal zügig genehmigt und das Baurecht steht, könnte Gasunie ab 2019 mit dem Bau beginnen. Die Bauzeit soll rund drei Jahre betragen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

Veranstaltung in...

Aktuelle
Veranstaltungen
und Tagestipps!

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten: Wirtschaft 2/3