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Förde Sparkasse - Bald weniger Filialen?

Standort-Schließung Förde Sparkasse - Bald weniger Filialen?

Noch gibt es keine offizielle Entscheidung, klar ist jedoch: Die Förde Sparkasse mit Sitz in Kiel will ihr Filialnetz straffen. Über entsprechende Planungen hat der Vorstand den kommunalen Zweckverband als Eigentümer des Instituts auf einer Sondersitzung der Verbandsversammlung in Kenntnis gesetzt.

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Die Förde Sparkasse will voraussichtlich noch diesen Monat über die Schließung von Filialen entscheiden.

Quelle: Bodo Marks/dpa

Kiel. Nach Informationen der Kieler Nachrichten steht zwar nur eine kleinere Anzahl von Zweigstellen im Geschäftsgebiet der Sparkasse (Kiel, Kreis Rendsburg-Eckernförde, Kreis Plön) auf der Kippe – dennoch sorgen die Pläne für Kritik unter den 29 Mitgliedern der Verbandsversammlung, darunter Bürgermeister, Landräte und ehrenamtliche Kommunalpolitiker. Die Forderung an den Vorstand: mehr Transparenz und nachvollziehbare Kriterien für die Auswahl der betroffenen Filialen.

Grund für die Planungen sind – wie in der Branche insgesamt – vor allem wirtschaftliche Zwänge: Weil immer mehr Kunden ihre Bankgeschäfte online abwickeln, geht die Zahl der Zweigstellenbesucher seit Jahren zurück, so dass kleinere Zweigstellen zu teuer werden. Aktuell hat die Förde Sparkasse 86 Standorte, inklusive der vier Geschäftsstellen im Bereich der kürzlich übernommenen Sparkasse Hohenwestedt. 54 Filialen sind personenbesetzt, bei 32 handelt es sich um SB-Standorte. Zusätzlich werden vier Orte von der „mobilen Filiale“ angesteuert.

Entscheidung im September

Auf Anfrage wollte sich das Institut zu Details nicht äußern. Eine Entscheidung über mögliche Schließungen werde aber „voraussichtlich noch im September getroffen“. Am 22. September wird sich der Verwaltungsrat als entscheidendes Gremium mit dem Thema befassen. „Bei einem flächendeckenden Filialnetz, wie es die Förde Sparkasse betreibt, wird die Struktur dieses Netzes dauerhaft auf den Prüfstand gestellt“, so ein Unternehmenssprecher. Dabei würden unterschiedliche Rahmenbedingungen wie etwa das Kundenverhalten berücksichtigt.

Bereits in den vergangenen Jahren habe das Unternehmen Anpassungen vorgenommen, „die auch, aber nicht nur zu Schließungen geführt haben“. Als Beispiel nennt die Bank die Zusammenlegung von kleineren Filialen zu einem großen Standort mit umfangreichem Service- und Beratungsangebot – etwa die neue Filiale Altenholz-Erdbeerfeld – oder den Einsatz des Sparkassentrucks mit Beratern an Bord.

Seit der Fusion mit der Sparkasse Eckernförde (2007) hat sich die Zahl der Standorte im Netz der Förde Sparkasse kaum verändert, wohl aber dessen Struktur: Damals gab es (ohne Hohenwestedt) 58 personenbesetzte Filialen und 24 SB-Standorte.

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Ein Artikel von
Ulrich Metschies
Wirtschaftsredaktion

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