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Flensburger expandieren in die Karibik

Fördereederei Seetouristik Flensburger expandieren in die Karibik

Die Flensburger Fördereederei Seetouristik (FRS) expandiert in die Karibik. So setzt das Unternehmen mit seiner Tochterfirma FRS Caribbean jetzt die aus dem Mittelmeer überführte Katamaran-Schnellfähre „San Gwann“ zwischen Florida und den Bahamas ein und erweitert damit das Fährliniennetz in Richtung USA.

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Schneller Service: In nur zwei Stunden bringt die FRS-Fähre US-Bürger ins Ferienparadies auf den Bahamas.

Quelle: Frank Behling

Flensburg. Weitere Projekte sollen folgen, hieß es dazu am Montag. Die Reederei FRS betreibt insgesamt 62 Fähren und hat 1500 Beschäftigte. Pro Jahr befördert das Unternehmen weltweit 7,6 Millionen Passagiere und 2,1 Millionen Fahrzeuge. Vor der USA-Route hatte das mittelständische Unternehmen bereits Fährlinien in der Ostsee, in der Straße von Gibraltar und im Oman etabliert.

Bei dem Sprung nach Miami kam den Flensburgern das Scheitern etlicher Anbieter aus den USA und Europa entgegen. Bereits 2015 hatte die auf der Isle of Man ansässsige Bimini Superfast Ltd versucht, mit einer 2001 in Kiel bei HDW gebauten „Superfast“-Fähre den Fährverkehr zwischen Miami und dem Ferienressort Bimini Island auf den Bahamas aufzubauen. Dieser Dienst wurde jedoch im Frühjahr eingestellt. Das Schiff verkehrt jetzt für die Reederei Grimaldi als „Cruise Olbia“ zwischen Livorno und Olbia auf Sardinien.

Die Flensburger haben nun die Schnellfähre „San Gwann“ aus Malta gechartert und am Freitag vergangener Woche nach dreimonatiger Vorbereitung den Dienst aufgenommen. Das 2001 in Norwegen bei Fjellstrand gebaute Fährschiff kann die 49 Seemeilen lange Strecke zwischen dem Stadthafen Miami und Bimini in nur zwei Stunden bewältigen. 427 Passagiere passen auf die 51 Meter lange Fähre. Auch Autos können mitgenommen werden. Die Fährlinie soll das Ferienresort World Bimini mit Miami verbinden. Es handelt sich dabei um eine der größten Ferienanlagen der Bahamas mit Hotels, Villen und Kasinos. Das Luxus-Hotel ist Teil der malaysischen Genting Gruppe. Die Anlage verfügt über eine Marina und einen eigenen Fähranlieger.

Für die Flensburger Reederei FRS ist der Start der Linie auch gleichzeitig der Eintritt in den karibischen Markt. Dort wird in Kürze mit weiteren Projekten gerechnet, darunter die Eröffnung von Fährlinien zwischen Florida und Kuba. Auch hierfür ist die Reederei FRS als möglicher Anbieter im Gespräch.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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