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Frauen im Job noch immer benachteiligt

Arbeitsmarkt Frauen im Job noch immer benachteiligt

Trotz zunehmend besserer Qualifikation haben es Frauen in Schleswig-Holsteins Arbeitswelt noch immer schwerer als Männer. Für gleiche Arbeit erhalten sie laut Gewerkschaftsstudie im Norden im Schnitt brutto 578 Euro weniger im Monat als Männer, wie der Vorsitzende des DGB Nord, Uwe Polkaehn, am Donnerstag in Kiel sagte.

Kiel. Frauen ziehen demnach aber nicht nur beim Gehalt, sondern auch bei ihren Karrierechancen den Kürzeren. Zwar sind 54 Prozent der Studienberechtigten weiblich. Obwohl die Hälfte der Beschäftigten Frauen sind, besetzen sie demnach aber nur 20,6 Prozent der Führungspositionen im Land.

Laut DGB stieg die Erwerbstätigenquote der Frauen im Norden in den vergangenen zehn Jahren zwar um fast acht Prozentpunkte auf 68,4 Prozent an. Mehr als die Hälfte von ihnen arbeitet entweder in Teilzeit, in Leiharbeit oder hat einen Minijob. Im Bundesschnitt betrage ihr Anteil nur 46,6 Prozent, sagte Polkaehn. Von den norddeutschen Männern arbeiteten dagegen fast 90 Prozent in Vollzeit.

Die Gründe für die Entwicklung liegen nach Einschätzung der Gewerkschaft in den überwiegend von Frauen ausgeübten Minijobs, der unterschiedlichen Berufswahl und einem tradierten Geschlechtermodell. Polkaehn forderte die Landesregierung auf, einen Frauen-Datenreport für das Land zu erstellen.

dpa

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