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GDL mit Streikauftakt zufrieden: Volle Bahnen und Straßen

Bahn GDL mit Streikauftakt zufrieden: Volle Bahnen und Straßen

Der lange Bahnstreik hat Pendlern und Reisenden im Norden bereits am Dienstag Einiges abverlangt: Geduld auf der Straße, hier und da Schweißtropfen in voll besetzten S- und U-Bahnen oder flinkes Umplanen.

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Busse, S- und U-Bahnen in Hamburg fuhren voll besetzt.

Quelle: Bodo Marks

Hamburg/Kiel. Die Gewerkschaft der Lokführer GDL bestreikt seit Dienstagfrüh den Personenverkehr und will den Ausstand bis Sonntagmorgen fortsetzen. Wie andernorts im Bundesgebiet fielen auch in Hamburg und Schleswig-Holstein zahlreiche Züge aus. Viele Reisende und Pendler mussten auf das Auto oder Busse umsteigen.

Die GDL war mit dem Streikbeginn zufrieden. "Die Straßen waren heute Morgen voll. Wir gehen davon aus, dass auch dieses Mal in ganz Norddeutschland etwa 600 Lokführer die Arbeit niederlegen werden", sagte der Bezirksvorsitzende der GDL Nord, Hartmut Petersen.

"Voller als sonst üblich" sei es auf den Autobahnen rund um Hamburg gewesen, hieß es aus der Hamburger Verkehrsleitzentrale. Auf der A7 und der A23 sei der morgendliche Stau bis zu 5 Kilometer länger gewesen als gewöhnlich. "Voller als sonst" fuhren auch U-Bahnen und Busse durch die Elbmetropole, wie eine Sprecherin der Hamburger Hochbahn berichtete. Hier ein etwas längerer Stau, dort ein Drängeln in der Bahn: "'tschuldigung, ich muss hier raus." Auf Bahnsteigen warteten Menschentrauben zwar geduldig auf den ersehnten Zug. Aber dann erschallte auch: "Rückt doch mal zusammen, ich muss hier rein."

"Viele Fahrgäste haben sich auf die Streikfolgen eingestellt", sagte eine Bahnsprecherin in Hamburg. Sie empfahl weiterhin, sich vor Fahrtantritt über die Zeiten im Ersatzfahrplan zu informieren. Auf den Strecken Hamburg-Kiel und Hamburg-Lübeck sollte es beim Stundentakt bleiben. Andere Strecken würden "je nach Frequenz" bedient oder gestrichen. In Hamburg-Altona stand ein Hotelzug der Deutschen Bahn bereit, der am Dienstag aber nur von wenigen genutzt wurde. In Hamburg fuhren die S-Bahnen auf den Stammlinien nach Angaben der Bahn im 20-Minuten-Takt.

Güterzüge werden bereits seit Montagnachmittag bestreikt. Die Deutsche Bahn will aber mit einem Ersatzfahrplan auch im Güterverkehr dafür sorgen, dass möglichst zwei Drittel dieser Züge rollen.

Es ist der achte Ausstand im laufenden Tarifkonflikt und mit fast sechs Tagen Dauer der längste seit Gründung der Deutschen Bahn 1994.

dpa

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