5 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Aldi-Nord: Gericht kippt Urteil der Vorinstanz

Familienstiftung Aldi-Nord: Gericht kippt Urteil der Vorinstanz

Im Machtkampf beim Handelskonzern Aldi Nord ist ein juristischer Schlussstrich gezogen worden. Das schleswig-holsteinische Oberverwaltungsgericht (OVG) hat am Donnerstag das Urteil der Vorinstanz aufgehoben und entschieden, dass es rechtens sei, den Einfluss von Familienerben in dem Discounter zu beschränken.

Voriger Artikel
Mangel an Gewerbegebieten
Nächster Artikel
Mehrstündiger Streik in der Gastronomie

In dem Berufungsverfahren geht es um die Zusammensetzung des Vorstandes einer wichtigen Stiftung der Familie Albrecht, die 19,5 Prozent der Anteile an Aldi Nord hält.

Quelle: Carsten Rehder/dpa

Schleswig. Dagegen hatten die Frau und Kinder des 2012 verstorbenen Firmenerben Berthold Albrecht geklagt.

Nach dem OVG-Urteil ist eine Satzungsänderung bei einer Familienstiftung, die rund ein Fünftel der Anteile an dem Discounterriesen hält, rechtens. Durch die Änderung war nach dem Tod von Gründersohn Berthold Albrecht der Einfluss seiner Familie in der Stiftung eingeschränkt worden.

Die Satzungsänderung war auch vom Kreis Rendsburg-Eckernförde als Stiftungsaufsicht akzeptiert worden. Doch die Erben Bertholds klagten dagegen. Das Verwaltungsgericht gab ihnen aus formalen Gründen Recht.

Das OVG hingegen sagte, die Vorinstanz habe zu Unrecht die Unzulässigkeit der Satzungsänderung festgestellt. Die Revision ist nicht zugelassen.

Aldi Nord ist auf drei Familienstiftungen - benannt nach den Aposteln Lukas, Markus und Jakobus - aufgeteilt, die ihren Sitz alle in der schleswig-holsteinischen Provinz haben.

Alle Informationen zum Machtkampf um die Aldi-Stiftung können Sie hier nachlesen.

Von dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten: Wirtschaft 2/3