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Unternehmen zieht es an die A7

Gewerbeflächenkonzept Unternehmen zieht es an die A7

Immer mehr Unternehmen wollen sich an der Autobahn 7 zwischen Neumünster und Norderstedt ansiedeln. Bis 2030 werden dafür weitere Flächen in der Größenordnung von 280 Hektar benötigt, die die Städte und Gemeinden der Region A7 Süd in Teamarbeit vermarkten sollten.

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Ein Beispiel für gelungene Ansiedlungspolitik: Die Firma Tesa hat ihren Sitz von Hamburg-Eimsbüttel nach Norderstedt verlegt und dort 160 Millionen Euro investiert.

Quelle: tesa SE

Quickborn. Das ist ein Ergebnis des knapp 60000 Euro teuren regionalen Gewerbeflächenkonzepts, das im Auftrag der Kommunen unter Federführung der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Kreises Segeberg (WKS) in Quickborn vorgestellt wurde. WKS-Geschäftsführer Ulrich Graumann ist mit der Bestandsaufnahme zufrieden: „Wir haben ausreichend Flächen, um alle Anfragen von Unternehmen befriedigen zu können.“

Für Uwe Mantik von der Lübecker Cima-Beratungsgesellschaft, die das Konzept erstellt hat, ist der Streifen längs der A7 bis vor die Tore Hamburgs auch künftig eines der stärksten Wirtschaftsregionen in Norddeutschland: „Hier leben ein Neuntel aller Beschäftigten in Schleswig-Holstein, hier gibt es heute schon 2600 Betriebe, die sich auf 2200 Hektar Fläche angesiedelt haben.“ Nach Analyse der Cima werden auch weiterhin überörtlich bedeutende Gewerbeflächen längs des 65 Kilometer langen Autobahnabschnitts nachgefragt. Das Angebot solcher Flächen sei allerdings, so Mantik, ungleich verteilt. Insbesondere im Süden der Region in Richtung Hamburg sei das Angebot sehr knapp, dort müsste nachjustiert werden.

Die Untersuchung zeigte dabei auch deutlich die Sogwirkung der Städte Neumünster und Norderstedt: „Jeweils am Ende des Knochens siedeln sich besonders viele Unternehmen an“, sagt Mantik. Dort ist auch die prognostizierte Nachfrage nach Gewerbeflächen in den kommenden 15 Jahren besonders groß: Neumünster ist hier mit 91 Hektar Spitzenreiter, gefolgt von Norderstedt (65) und Henstedt-Ulzburg (30). Diese Nachfrage könne jedoch durch bereits ausgewiesenes und gesichertes Bauland befriedigt werden: „Es stehen in der Region derzeit insgesamt 314 Hektar Gewerbefläche zur Verfügung, es besteht also kein unmittelbarer Handlungsdruck“, betont Mantik.

Vertrauen wichtig für Ansiedelung

Da aber nicht immer „die richtige Qualität der Fläche an der richtigen Stelle“ bestehe, müssten alle beteiligten Kommunen gemeinsam versuchen, an einem Strang bei der Vermarktung zu ziehen. „Der Austausch von Informationen, wer sich wo ansiedelt, basiert auf Vertrauen. Das ist in der Region zwischen den Kommunen jedoch vorhanden“, sagt Mantik. Dies sei insofern besonders wichtig, damit sich kein Unterbietungswettbewerb um ansiedlungswillige Firmen entwickle. WKS-Geschäftsführer Graumann unterstreicht das: „Es geht nicht darum, wo sich die Firmen ansiedeln, sondern darum, gemeinsam als attraktive Region wahrgenommen zu werden.“

Für Neumünsters Oberbürgermeister Olaf Tauras ist das regionale Gewerbeflächenkonzept ein weiteres Beispiel für gelungene regionale Zusammenarbeit: „Neumünster erfüllt bereits durch die Mitgliedschaft in der Wirtschaftskooperation Nordgate eine Scharnierfunktion, das neue Konzept baut auf die erfolgreiche Arbeit im Nordgate-Verbund auf.“

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Ein Artikel von
Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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