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Greenpeace zweifelt an Fischschutzplänen: Ostsee einbeziehen

Fischerei Greenpeace zweifelt an Fischschutzplänen: Ostsee einbeziehen

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat die Pläne der Bundesregierung für Fischfangverbote in Teilen der Nordsee grundsätzlich begrüßt und zugleich weitere Schritte gefordert.

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Greenpeace kritisiert die Krabbenfischerei.

Quelle: Wulf Pfeiffer/Archiv

Hamburg. So sei es mindestens ebenso wichtig, ähnliche Regelungen für die Ostsee zu beschließen und umzusetzen, sagte Greenpeace-Fischereiexperte Thilo Maack am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Außerdem sei es überhaupt nicht nachvollziehbar, "wieso die Krabbenfischerei teilweise von den Maßnahmen ausgenommen sein soll", kritisierte Maack. "Gerade die deutschen Krabbenfischer zerstören den Nationalpark-Wattenmeer und weitere Meeresschutzgebiete." Gemeint ist das Schutzgebiet des Sylter Außenriffs, wo nach dem Willen der Bundesregierung Krabbenfischerei erlaubt bleiben soll.

"Bereits 2007 wurden die Schutzgebiete in Nord- und Ostsee auf Vorschlag Deutschlands ausgewiesen", sagte Maack. Deutschland hätte dann sechs Jahre Zeit gehabt, die menschlichen Aktivitäten in diesen Schutzgebieten zu beschränken. Das sei aber nicht geschehen. Darum habe die EU-Kommission im letzten Jahr ein Vertragsverletzungs- Verfahren gegen Deutschland eingeleitet.

Zum Schutz bedrohter Tierarten plant die Bundesregierung in Teilen der Nordsee ganzjährige Fangverbote für Berufsfischer. Die Maßnahmen sollen jetzt mit den anderen EU-Mitgliedsländern abgestimmt werden, die in der deutschen Nordsee fischen, also mit Dänemark, den Niederlande, Großbritannien, Belgien und Frankreich. "Ich bezweifle, dass die deutschen Vorschläge diesen Abstimmungsprozess überleben werden", sagte Maack.

dpa

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