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Grohe-Tochter Joyou stellt in Hamburg Insolvenzantrag

Bau Grohe-Tochter Joyou stellt in Hamburg Insolvenzantrag

Der chinesische Bad-Armaturenhersteller Joyou, eine Tochter des Sanitärausstatters Grohe, hat einen Insolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen sei überschuldet, teilte die an der Frankfurter Börse notierte Firma am Donnerstagabend in Hamburg mit.

Hamburg/Düsseldorf. Beim Amtsgericht Hamburg sei ein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt worden. Als Grund wurde eine Abschreibung auf die Beteiligung an einem Hongkonger Unternehmen genannt.

Der Aufsichtsrat habe zudem Jianshe Cai und Jilin Cai mit sofortiger Wirkung als Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft abberufen. Außerdem wurden umfassende rechtliche Schritte gegen die beiden Ex-Vorstände eingeleitet, wie es hieß.

Bereits am Mittwoch hatte Joyou mitgeteilt, der Vorstand prüfe einen Insolvenzantrag. Grund sei eine Sonderuntersuchung. Ende April hatte die Firma angekündigt, es solle geprüft werden, ob die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in der Vergangenheit zutreffend dargestellt worden sei.

Die Joyou-Aktie war am Donnerstag eingebrochen und sank um fast 86 Prozent auf nur noch 0,54 Euro. Grohe mit Sitz in Hemer im Sauerland (Nordrhein-Westfalen) hatte den chinesischen Armaturenhersteller vor einigen Jahren übernommen. Die Grohe Gruppe erzielte 2014 einen Umsatz von 1,58 Milliarden Euro und beschäftigt rund 10 000 Mitarbeiter.

dpa

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