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Großauftrag für German Naval Yards

Reparatur Großauftrag für German Naval Yards

Die Kieler Werft German Naval Yards (GNY) hat einen großen Reparaturauftrag an Land gezogen. Im Dock 8a der Werft soll in den kommenden Monaten eines der drei größten Schiffe der Deutschen Marine wieder seetüchtig gemacht werden.

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Großauftrag für Kieler Werft: Der Einsatzgruppenversorger "Frankfurt am Main" wird in Kiel repariert.

Quelle: Behling, Frank

Kiel. Der Einsatzgruppenversorger „Frankfurt am Main“ wurde am Mittwoch mit einem Havarieschaden nach Kiel geschleppt und soll nach der Kieler Woche eingedockt werden. Mit diesem Auftrag kann die Werft einen weiteren Erfolg im so wichtigen Marinegeschäft verbuchen.

Neben der Kieler Werft hatten sich auch andere Werften von Wolgast bis Wilhelmshaven um die „Frankfurt am Main“ bemüht. Da umfangreiche Stahlarbeiten an dem 174 Meter langen Marineschiff fällig werden, ist der Auftrag zur Auslastung des Stahlbaus bei den Werften sehr begehrt gewesen. Das Angebot der German Naval Yards habe aber das Rennen gemacht, heißt es. In Kiel liegt das Schiff jetzt zunächst am Liegeplatz 6 und wird dort vorbereitet. Nach dem Eindocken in dem großen Trockendock wird fast die Hälfte der Außenhaut des Heckspiegels an Steuerbordseite entfernt und durch neue Stahlsektionen ersetzt.

Wie hoch das Auftragsvolumen genau ist, wurde weder von der Werft noch von der Marine mitgeteilt. Nach KN-Informationen beläuft sich der Gesamtschaden an dem Schiff nach ersten Schätzungen im siebenstelligen Bereich. Über Details zu dem Auftrag haben Werft und Marine Stillschweigen vereinbart. Grund ist die Ursache für die Werftzeit.

Am 16. März war die „Frankfurt am Main“ beim Einlaufen in Wilhelmshaven vom Kurs abgekommen und mit dem Heck gegen das Mauerwerk der großen Seeschleuse geprallt. Dabei wurde der Heckspiegel von der Wasserlinie bis zum Hubschrauberdeck eingedrückt. Da auch Antriebs- und Ruderanlage betroffen waren, konnte die „Frankfurt am Main“ die Reise von Wilhelmshaven zur Kieler Werft nicht aus eigener Kraft antreten. Sie wurde vom niederländischen Schlepper „Multratug 3“ durch den Nord-Ostsee-Kanal nach Kiel gezogen. Das Arbeitspaket wird die 200-köpfige Belegschaft der Kieler Werft den Sommer über auslasten.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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