16 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Gründer holt Sohn in Leitung

Hobby aus Fockbek Gründer holt Sohn in Leitung

Diese Entscheidung sorgt für Gesprächsstoff: Seit Dienstag nach Ostern ist Klaus-Dieter Böcker nicht mehr Geschäftsführer des Hobby-Wohnwagenwerkes in Fockbek bei Rendsburg. „Ich habe Herrn Böcker freigestellt. Wir haben uns im gegenseitigen Einvernehmen getrennt“, sagt Firmengründer und Konzernchef Harald Striewski.

Voriger Artikel
Lübeck muss Auskunft über Beihilfe für Flughafennutzer geben
Nächster Artikel
Die neuen Himmelsstürmer

Hobby-Inhaber Harald Striewski (links) hat seinen Sohn ins Boot geholt.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Fockbek. Der 78-Jährige hat Sohn Michael (55) und Holger Schulz (48) in die Führungsebene berufen.

„Ich bin nicht mehr der Jüngste. Mein Ziel ist es, dass der Konzern auch in Zukunft familiär geführt wird“, begründet Harald Striewski die Berufung seines Sohnes. Der Firmenchef sei zwar noch mit Herzblut dabei, doch sein Ausscheiden sei nur eine Frage der Zeit. „Das kann schon bald sein oder aber erst nach dem Jubiläum zum 50-jährigen Bestehen am 1. April 2017.“

 Michael Striewski ist seit 30 Jahren im Unternehmen tätig. Der Diplom-Ingenieur war seit drei Jahren Geschäftsführer des Möbelwerkes Formlight, eines Tochterunternehmens in Warburg bei Kassel. „Mein Sohn war dort sehr erfolgreich tätig“, sagt Harald Striewski. Mit Holger Schulz hat der Firmenchef einen weiteren Geschäftsführer eingestellt. Der 48-Jährige war mit zuletzt einjähriger Unterbrechung seit zehn Jahren Vertriebsleiter.

 Hobby hat im vorigen Jahr rote Zahlen geschrieben und die Mitarbeiterzahl in Fockbek von 1030 auf 960 verringert. „Ursache dafür war der zurückgegangene Export nach Südeuropa und Skandinavien, der etwa 74 Prozent unseres Geschäftes ausmacht.“ Gesteigerte Verkaufszahlen und der Personalabbau hätten zu einer verbesserten Ertragslage geführt. „Es sieht so aus, dass wir den Umsatz in diesem Jahr steigern können“, sagt der Firmenchef. Laut Homepage ist das Hobby Wohnwagenwerk im Bereich Caravan- und Reisemobilbau eine der größten Produktionsstätten Europas. Das Unternehmen, dem auch die Fendt-Caravan GmbH in Mertingen/Bayern und die Feuerverzinkerei in Rendsburg angehören, habe seit 2003 die weltweite Marktführerschaft im Wohnwagenbau übernommen. Der Konzern beschäftigt knapp 2000 Mitarbeiter.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Jörg Wohlfromm