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Schuldenerlass für Rickmers vom Tisch

HSH Nordbank Schuldenerlass für Rickmers vom Tisch

Einen zweiten Fall Kortüm wird es nun doch nicht geben: Die HSH Nordbank gewährt dem Schiffsbetreiber Rickmers Maritime Trust keinen Schuldenschnitt. Das heißt: Das in Singapur börsennotierte Unternehmen mit zuletzt noch 14 Schiffen wird abgewickelt.

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Blieb hart in den Verhandlungen mit dem Rickmers Maritime Trust: die HSH Nordbank.

Quelle: Ulf Dahl

Hamburg/Kiel. Das monatelange Ringen um eine Lösung mit den Gläubigern, darunter die HSH Nordbank, war vergebens: Für den Rickmers Maritime Trust (RMT), an dessen Dachgesellschaft die Hamburger Traditionsreederei eine Finanzbeteiligung von 34,2 Prozent hält, gibt es keine Zukunft mehr.

"Es ist uns trotz aller Bemühungen nicht gelungen, neues Eigenkapital bereitzustellen", teilte RMT mit. Allerdings gebe es Gespräche mit einem Investor, der die Flotte übernehmen könnte, eine Einigung sei jedoch noch nicht erzielt. Die HSH Nordbank wollte die Entwicklung nicht kommentieren. 

RMT hat Schulden in Millionenhöhe

Zuletzt hatte die Bank RMT ein Ultimatum gestellt, das am kommenden Sonnabend ausläuft. RMT hat Schulden in dreistelliger Millionenhöhe. Allein im vergangenen Jahr musste das Unternehmen aufgrund der Schifffahrtskrise einen Verlust von 180 Millionen US-Dollar verkraften.

Schuldenerlass für Reederei von Bernd Kortüm

Das Thema Schuldenerlass war zum Reizwort geworden, nachdem die staatlich gestützte HSH Nordbank dem Hamburger Reeder und Immobilienunternehmer Bernd Kortüm im vergangenen Jahr einen Forderungsverzicht von mehr als einer halben Milliarde Euro gewährt hatte.

Die Hamburger Reederei Rickmers befindet sich ebenfalls in schwerem Fahrwasser und hatte sich bis auf eine Finanzbeteiligung 2016 von RMT getrennt.

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Ein Artikel von
Ulrich Metschies
Wirtschaftsredaktion

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Foto: Seit Gründung der HSH Nordbank im Jahr 2003 sind nach einer wissenschaftlichen Auswertung für die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein Verluste von rund 14,5 Milliarden Euro aufgelaufen.

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