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HSH blickt nach Brüssel

Schwarze Zahlen HSH blickt nach Brüssel

Die HSH Nordbank ist auch Jahre nach ihrer Rettung ein zerbrechliches Gebilde. Sie hält sich in der Gewinnzone, aber viele Baustellen sind offen. Die EU-Kommission muss bald wichtige Entscheidungen für die Zukunft der Bank treffen.

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Die EU-Kommission muss bald wichtige Entscheidungen für die Zukunft der HSH Nordbank treffen.

Quelle: Carsten Rehder/ dpa/ Archiv

Hamburg/Kiel. Die HSH Nordbank hat sich in den ersten drei Monaten des Jahres in der Gewinnzone gehalten, aber die Ergebnisse liegen unter dem Niveau des Vorjahres. Der Gewinn vor Steuern belief sich auf 234 Millionen Euro, das sind 34 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, teilte das Institut am Freitag in Hamburg mit. Das Konzernergebnis nach Steuern ging um vier Prozent auf 206 Millionen Euro zurück. Dabei habe die Bank die erstmals erhobene europäische Bankenabgabe von 40 Millionen Euro bereits im ersten Quartal voll berücksichtigt, ebenso wie 14 Millionen Euro für die Einlagensicherung.

Die Bank halte vor dem Hintergrund der guten Ergebnis- und Kostenentwicklung an ihrem Ziel fest, auch im Gesamtjahr schwarze Zahlen zu schreiben, heißt es in der Mitteilung. „Wir kommen operativ sichtbar voran und haben die Kosten im Griff“, sagte Vorstandschef Constantin von Oesterreich. „Allerdings bleiben die Altlasten eine schwere Bürde.“ Davon werde sich die HSH Nordbank nur befreien können, wenn die Eigner und die EU-Kommission den Weg ebnen für strukturelle Veränderungen.

In Brüssel läuft ein EU-Beihilfeverfahren wegen der Aufstockung der Staatsgarantien für die HSH Nordbank. Am Ende könnte eine umfassende Vereinbarung über den künftigen Weg der Bank stehen. Das Verfahren soll in den nächsten Monaten abgeschlossen werden. Die Bank und die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein wollen zu grundlegenden Änderungen gelangen. Die gegenwärtige Zweitverlustgarantie der Länder ist für die Bank teuer und für den Kapitalmarkt intransparent und schwer durchschaubar.

Positiv hebt die Bank das gestiegene Neugeschäft von 2,6 Milliarden Euro hervor, nach 2,1 Milliarden Euro im Vorjahresquartal. Davon entfallen allein 1,5 (Vorjahreszeitraum: 1,2) Milliarden Euro auf das erfolgreiche Immobiliengeschäft. Die Schifffahrt mit 0,5 (0,4) Milliarden Euro und der Bereich Energie und Infrastruktur mit 0,3 (0,1) Milliarden DM legten ebenfalls zu, aber auf niedrigerem Niveau. Ausgerechnet im hartumkämpften Firmenkundengeschäft, wo sich das Institut als Mittelstandsbank besonders profilieren möchte, ging das Neugeschäft von 0,4 auf 0,3 Milliarden Euro zurück.

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Offiziell macht die HSH Nordbank wieder Gewinn. Für die Hamburgische Bürgerschaft ist das Kreditinstitut aber noch lange nicht über den Berg, zu mächtig allein die Garantien in Höhe von zehn Milliarden Euro, mit denen Hamburg und Schleswig-Holstein für die Bank haften.

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