23 ° / 17 ° Regenschauer

Navigation:
HSH will sich für den Verkauf schmücken

Bilanz der Länderbank HSH will sich für den Verkauf schmücken

Die Landesbank für Hamburg und Schleswig-Holstein will gute Zahlen vorlegen. Schließlich steht sie zum Verkauf. Das operative Geschäft glänzt, aber die Altlasten bleiben eine ziemlich schwere Bürde.

Voriger Artikel
Geschichten von Gescheiterten
Nächster Artikel
Kritik an Sparkassen wegen Abhebegebühr

Stefan Ermisch (r.), Vorstandsvorsitzender der HSH Nordbank, und Finanzvorstand Oliver Gatzke bei der Präsentation der Bilanz in Hamburg.

Quelle: Christian Charisius

Hamburg/Kiel. Die HSH Nordbank will sich für ihren Verkauf fit präsentieren: Der Vorsteuergewinn des operativen Geschäfts hat sich 2016 auf 639 Millionen Euro in der Kernbank verdreifacht, im Vergleich zum Vorjahr. „Die Kernbank hat Wachstumspotenzial“, sagte der Vorstandschef der HSH, Stefan Ermisch, am Donnerstag in Hamburg - einen Tag vor Ablauf der Frist für Kaufangebote.

Allerdings bleiben die Altlasten aus den Jahren vor der Finanzkrise 2009, die in der Abbaubank gebündelt sind, sowie die komplexe Garantie von 10 Milliarden Euro eine große Bürde. In der Abbaubank sind faule Kredite im Volumen von rund 13,6 Milliarden Euro vorhanden. Nur noch eine Milliarde dieser Problemkredite sind noch in der Kernbank.

Am Freitag läuft die Frist für Angebote ab

Deshalb sinkt der Gesamtgewinn insgesamt ziemlich deutlich: Der Konzern weist für 2016 rund 69 Millionen Euro aus, nach 98 Millionen Euro im Vorjahr. Die Kernkapitalquote liegt bei 14,1 Prozent, im Vorjahr waren es noch 12,3 Prozent.

Die Landesbank für Hamburg und Schleswig-Holstein muss nach einer EU-Vereinbarung bis Ende Februar 2018 verkauft sein, andernfalls wird sie abgewickelt. Am 31. März läuft die Frist aus, bis zu der Interessenten ein Kaufangebot abgeben können. Nach Angaben der Finanzbehörden in Hamburg und Kiel gab es „zahlreiche“ Interessenten.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten: Wirtschaft 2/3