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Betriebe mit wirtschaftlicher Lage zufrieden

Handwerkskammer Lübeck Betriebe mit wirtschaftlicher Lage zufrieden

Für das Handwerk im südlichen Schleswig-Holstein ist das Jahr 2015 gut gelaufen. Damit das so bleibt, setzt die Handwerkskammer verstärkt auf die Integration von Flüchtlingen. Denn das sind die Fachkräfte von übermorgen, sagt Kammerpräsident Stapelfeldt.

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Für das Handwerk im südlichen Schleswig-Holstein ist das Jahr 2015 gut gelaufen.

Quelle: Uwe Anspach/ dpa (Archiv)

Lübeck. Die Mitgliedsbetriebe der Handwerkskammer Lübeck blicken auf ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr zurück. 93 Prozent der Betriebe berichteten von einer guten bis befriedigenden Geschäftslage, sagte Präsident Günther Stapelfeldt am Dienstag. Trotz erheblicher Schwierigkeiten wurden 2015 knapp 3900 neue Ausbildungsverträge eingetragen, das waren 45 mehr als im Vorjahr. Damit sei der seit Jahren anhaltende Negativtrend bei den Neuabschlüssen gebrochen, sagte Stapelfeldt. Verstärken will die Kammer ihr Engagement zur Integration von Flüchtlingen.

Dazu will die Kammer kleinen und mittelständischen Betrieben sogenannte Willkommenslotsen zu Seite stellen. Sie sollen die Betriebe in Fragen der Ausbildung und Beschäftigung von Flüchtlingen beraten. „Die Integration von Flüchtlingen wird die gesellschaftspolitische Herausforderung der kommenden Jahre sein“, sagte Stapelfeldt. Die Integration werde deshalb neben der Fachkräftesicherung und der Qualität der Ausbildung das Jahr 2016 prägen.

In seiner Rede beklagte der Kammerpräsident aber auch, dass die Flüchtlingssituation andere Themen in den Hintergrund dränge. „Wirtschaftspolitik steht nicht gerade im Mittelpunkt des politischen Handelns“, sagte er. Als Beispiel nannte er die Erbschaftssteuerreform, bei der das Handwerk auf Lösungen warte.

Die Zahl der Betriebe im Bezirk der Handwerkskammer Lübeck blieb 2015 im Vergleich zu Vorjahr konstant. Am 31. Dezember 2015 waren 20 680 Betriebe eingetragen, das waren 39 weniger als im Vorjahr. Sie beschäftigten rund 100 000 Mitarbeiter und mehr als 10 000 Lehrlinge. Zu den stärksten Gewerken zählten wie in den Vorjahren das Metall- und Elektrohandwerk mit mehr als 5200 Betrieben, das Baugewerbe mit knapp 3800 Betrieben und das Gesundheitshandwerk mit rund 2200 Betrieben.

Der Bezirk der Handwerkskammer Lübeck umfasst die Städte Lübeck, Kiel und Neumünster sowie die Kreise Herzogtum Lauenburg, Ostholstein, Pinneberg, Plön, Steinburg und Stormarn.

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