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Werften blicken mit Sorge nach China

Herbstumfrage Werften blicken mit Sorge nach China

Die deutsche Wirtschaft geht gestärkt ins kommende Jahr: Hamburger Ökonomen sehen das Wachstumspotenzial bei 2,1 Prozent. Von der positiven Grundstimmung profitieren auch Werften, Reedereien und Hafenbetriebe im Norden. Sorgen bereitet dagegen eine Entwicklung in China.

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Spezialwerften im Norden wie die Peene-Werft in Wolgast (Mecklenburg-Vorpommern), hier mit der Korvette "Oldenburg" der Deutschen Marine, bereitet die aufkommende Konkurrenz aus Fernost große Sorgen. 

Quelle: Stefan Sauer

Kiel. Relativ unbeeindruckt von politischen Belastungen und Risiken setzt sich der dynamische Aufschwung der deutschen Wirtschaft fort: Für 2018 geht das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) nun von einem Wachstum von 2,1 Prozent aus, 2019 noch von 1,6 Prozent. Der Arbeitsmarkt werde sich unter diesen Bedingungen mehr und mehr der Vollbeschäftigung nähern, teilte das Institut am Dienstag mit. Von der positiven Grundstimmung profitieren auch Werften, Reedereien und Hafenbetriebe im Norden. Die IHK Nord, ein Zusammenschluss zwölf norddeutscher Industrie- und Handelskammern, legte gestern die Herbstumfrage vor: Demnach stieg der Geschäftsklimaindex in der maritimen Branche gegenüber dem Frühjahr deutlich an.

Schiffbauer besonders optimistisch

Besonders optimistisch sind demnach die Schiffbauer: Hier kletterte der Indexwert um 46 auf nunmehr 151 Punkte. Für Wolfgang Blank, Vorsitzender der IHK Nord, ist dies nicht überraschend: „Vor allem der Boom im Kreuzfahrtsektor trägt zur positiven Stimmung im deutschen Spezialschiffbau bei.“ Obwohl die Zahl der Beschäftigten in den Werften insgesamt konstant sei, blicke die IHK „mit Sorge“ nach China, sagte Blank. Das Land wolle mit seiner Strategie „Made in China 2025“ die Werftindustrie neu ausrichten. „Peking will weg vom Massengeschäft Containerfrachter und stärker im Hightech-Spezialschiffbau werden – das wird unsere Betriebe vor neue Aufgaben stellen.“ Schon jetzt würden im Schiffbau der Fachkräftemangel sowie hohe Arbeitskosten als besonders große Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung genannt.

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Ein Artikel von
Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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