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Hohe Kosten belasten die Geschäfte

Dräger Hohe Kosten belasten die Geschäfte

Der Dräger-Konzern, einer der führenden Hersteller von Medizin- und Sicherheitstechnik, blickt auf ein enttäuschendes Geschäftsjahr zurück. Die Kosten seien schneller gestiegen als der Umsatz und hätten die Marge belastet, sagte der Vorstandsvorsitzende Stefan Dräger bei der Geschäftszahlenvorstellung 2015.

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Die Bilanz für 2015 bei Dräger ist enttäuschend.

Quelle: Axel Heimken/dpa

Lübeck. Auch der Ausblick auf das laufende Jahr verspricht noch keine durchgreifende Besserung.

Danach ging das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um mehr als 60 Prozent auf 66,7 Millionen Euro zurück (2014: knapp 179 Millionen Euro). Neben dem starken Dollar belasteten vor allem schleppende Geschäfte in der Region Asien-Pazifik und hohe Funktionskosten das Ergebnis. Der Auftragseingang legte um 4,8 Prozent auf 2,5 (2,4) Milliarden Euro zu, der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 7,2 Prozent auf 2,6 (2,4) Milliarden Euro. Wegen des starken Dollarkurses, höherer Qualitätskosten und finanzieller Probleme in der Öl- und Gasindustrie konnte das Bruttoergebnis nicht mit dem Umsatz Schritt halten. Unter anderem deshalb hatte der Konzern im Jahr 2015 seine Ergebnisprognosen zweimal nach unten korrigieren müssen. „Doch grundsätzlich sind unsere Märkte intakt und bieten positive Zukunftsaussichten„, sagte Dräger.

„Wir kommen aber nicht umhin, gegen unseren Kostenanstieg und den negativen Ergebnistrend anzugehen, auch wenn dies einige schmerzhafte Anpassungen erfordert“, sagte der Vorstandsvorsitzende. Für 2016 geht das Unternehmen von einer schwächeren Wachstumsdynamik aus und rechnet beim Umsatz mit einem währungsbereinigten Wachstum zwischen null und drei Prozent. „Das Ebit wird auch 2016 noch einmal mit zehn Millionen Euro für unser das Effizienzprogramm belastet, so dass wir mit einer Ebit-Marge zwischen 3,5 und 5,5 Prozent rechnen“, sagte er. Im abgelaufenen Jahr hatte sie 2,6 Prozent, im Jahr davor 7,3 Prozent betragen.

Das 2014 gestartete Kostensenkungsprogramm, das unter anderem den Abbau von 200 Stellen in Lübeck bis Ende des Jahres vorsieht, soll bis 2017 rund 100 Millionen Euro einsparen. 2015 hatte das Programm das Ergebnis mit 35 Millionen Euro belastet. Wegen des unbefriedigenden Ergebnisses wollen Vorstand und Aufsichtsrat bei der Hauptversammlung am 27. April eine massive Dividendenkürzung vorschlagen. Die Dividende für die Vorzugsaktien soll von 1,39 Euro auf 0,19 Euro und für die Stammaktie von 1,33 Euro auf 0,13 Euro gesenkt werden.

Die Drägerwerk AG beschäftigt weltweit knapp 14 000 Mitarbeiter, davon etwa 5100 in Lübeck. Das im TecDax notierte Familienunternehmen ist der größte industrielle Arbeitgeber in Schleswig-Holstein.

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Foto: Akkurat, aber nicht ohne Verluste: Dräger leidet in Lübeck unter wirtschaftlicher Abwärtsentwicklung.

Der Medizin- und Sicherheitstechnik-Hersteller Dräger hat seinen Verlust im 1. Quartal verglichen mit dem Vorjahreszeitraum erhöht. Der Fehlbetrag nach Steuern betrug 13,6 Millionen Euro nach 3,1 Millionen Euro in der Vorjahresperiode, wie die Drägerwerk AG am Dienstag mitteilte.

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