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Warnung vor der Welpen-Mafia

Hundekauf Warnung vor der Welpen-Mafia

Kurz vor Weihnachten hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) der osteuropäischen Hunde-Mafia den Kampf angesagt. „Der Welpen-Handel, vor allem aus Osteuropa, ist in den Händen von organisierten kriminellen Banden. Was da vor sich geht, ist Tierquälerei“, sagte Schmidt.

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Es ist gerade einmal zehn Tage her, dass bayerische Polizisten diese zwei Rottweiler-Welpen im Kofferraum eines Kleintransporters mit slowakischer Zulassung fanden.

Quelle: Tierheim Nürnberg

Berlin/Itzehoe. So zitiert den Minister die „Bild“-Zeitung. „Veterinär-Ämter, Zoll und Polizei werden nun gemeinsam gegen die Welpen-Mafia vorgehen.“ Potenziellen Käufern empfahl der Minister: „Finger weg von Wühltisch-Welpen oder Welpen aus dem Kofferraum!“ Holger Sauerzweig-Strey, Vorsitzender des Landesverbandes Schleswig-Holstein im Deutschen Tierschutzbund, sind Wut und Empörung über den Welpenhandel anzumerken. Erst vor wenigen Tagen waren an der deutsch-österreichischen Grenze 217 Hundewelpen entdeckt worden. Die viel zu jungen, geschwächten und kranken Tiere sollten offenbar an Weihnachtsmarkt-Besucher oder im Internet verkauft werden. Das miese Geschäft der Welpen-Mafia blühe gerade in dieser Zeit vor den Festtagen, erklärt Holger Sauerzweig-Strey.

Illegaler Welpenhandel sei Tierquälerei, kriminell und müsse konsequent verfolgt und bestraft werden, sagt Sauerzweig-Strey. Dass die Ordnungs- und Veterinärämter auf Weihnachts-, Flohmärkten und anderswo kontrollieren, hält er für wichtig. „Aber am wirksamsten ist es, Tiere nicht im Internet oder bei zwielichtigen Händlern zu kaufen.“ Wer sich wirklich einen Hund anschaffen wolle, solle zu einem anerkannten Züchter oder in ein Tierheim gehen und sich beraten lassen, welcher Hund überhaupt zu ihm und der Familie passe. Ein Tier bedürfe ausreichender Versorgung und sei eine langfristige Anschaffung. Kosten für Futtermittel und den Tierarzt dürften nicht unterschätzt werden.

 Beim Hundekauf müsse auf die ausreichende Impfung, nachgewiesen im EU-Impfpass, auf die Chip-Kennzeichnung sowie auf einen Kaufvertrag mit Name und Anschrift des Züchters geachtet werden. Seriöse Züchter zeigten auch gerne die Mutter der Welpen und informierten über die Haltung der Tiere. Um gegen die international agierende Welpen-Mafia wirksamer vorzugehen, wünschte sich Sauerzweig-Strey eine grenzüberschreitende Sonderkommission von Polizeien und Staatsanwaltschaften.

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