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IHK Kiel Damit sie wissen, was sie tun

Dass der Nachwuchs die Zukunft sei, dieser Satz klingt abgedroschen. Ist er aber nicht. Meint zumindest Klaus-Hinrich Vater, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kiel. Er zeichnete am Montag die Raytheon Anschütz GmbH als Top-Ausbildungsbetrieb aus: weil sie sich besonders gut um den Nachwuchs und damit um die Zukunft kümmert.

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Klaus-Hinrich Vater (links) zeichnete die Raytheon-Anschütz GmbH als Top-Ausbilder aus. Von rechts Geschäftsführer Lüder Hogrefe, Mechaniker-Ausbilder Björn Mattson, Angelika Gajewskaja (drittes Lehrjahr Industriemechaniker), Kristoffer Josten (zweites Lehrjahr Elektroniker), Sarah Bunkenberg (zweites Lehrjahr Industriekauffrau), Daniela Gödker (Ausbilderin Kaufleute) und Manfred Schlüter (Ausbilder Elektroniker).

Quelle: Martin Geist

Kiel. Genau ein Jahr ist es her, dass Kristofer Josten zu Beginn seiner Ausbildung zusammen mit zehn weiteren Neu-Azubis von Raytheon an einer Kennenlern-Freizeit in Malente teilnahm. „Das hat Spaß gemacht“, erinnert er sich. Und es hat aus seiner Sicht ein Zusammengehörigkeitsgefühl geschaffen, das bis heute wirkt. Doch nicht nur das ist es, was Raytheon das Prädikat „Top“ eingebracht hat. Angelika Gajewskaja, deren drittes Lehrjahr zur Industriemechanikerin am Dienstag beginnt, fühlt sich rundum gut angenommen von den Kollegen. Und kein bisschen schief angeschaut, nur weil sie eine Ausbildung gewählt hat, die sonst eher junge Männer absolvieren. Für sie steht fest: „Ich will auf jeden Fall dabeibleiben, am liebsten bei Raytheon.“ Für Sarah Bunkenberg ist es nach einem Jahr Industriekauffrau-Lehre zwar noch etwas hin, aber sie denkt ähnlich. „Man merkt, dass die Leute richtig Ahnung haben“, lobt sie die Qualität ihrer Ausbildung. Ein großer Teil der Argumente, die zur jetzigen Auszeichnung des 600-Mitarbeiter-Unternehmens geführt hat, ist damit von den berufensten Mündern gesagt. Wobei nach den Worten von IHK-Präsident Vater durchaus noch der eine oder andere Grund hinzukommt. Zum Beispiel, dass der Traditionsspezialist für Schiffsnavigation schwächeren Schülern eine Chance gibt, eine systematische Personalentwicklung betreibt und nur geringe Abbrecher-Quoten aufweist.

 Geschäftsführer Lüder Hogrefe betont, dass diese Bemühungen sehr stark unternehmerische Hintergründe haben: „Wir brauchen Arbeitskräfte, die verstehen, was sie tun. Und das gelingt am besten durch eine gute Ausbildung.“ Nur so könne der Betrieb „global wettbewerbsfähig“ bleiben. Lob gibt es in dieser Hinsicht auch vom Betriebsratsvorsitzenden Norbert Wiedemann. Es sei der Geschäftsführung hoch anzurechnen, dass sie selbst in tiefen Krisenzeiten an ihrer Verantwortung für die Ausbildung festgehalten habe. Raytheon Anschütz bildet derzeit etwa 30 junge Leute aus.

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