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„Gute Konjunktur ist kein Ruhekissen“

IfW in Kiel „Gute Konjunktur ist kein Ruhekissen“

Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) hält für dieses Jahr an einem Wirtschaftswachstum in Deutschland von 1,8 Prozent fest. Für das nächste Jahr hoben die Ökonomen ihre Prognose von 2,0 Prozent im März auf aktuell 2,1 Prozent an. „Die Konjunktur in Deutschland ist weiter aufwärts gerichtet“, berichtete der Leiter des IfW-Prognosezentrums, Prof. Stefan Kooths, am Mittwoch in Kiel.

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Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) hält für dieses Jahr an einem Wirtschaftswachstum in Deutschland von 1,8 Prozent fest.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Der private Konsum expandiere weiterhin dynamisch, Ein- und Ausfuhren beschleunigten sich spürbar. 2016 könne sich der Investitionsaufschwung aufgrund des Niedrigzinsumfeldes verfestigen. Die Inflationsrate erwartet das IfW Ende 2016 bei 2,0 Prozent.

Risiken für die Konjunktur ergeben sich nach der IfW-Prognose aus dem außenwirtschaftlichen Umfeld. So könnten eine erneute Verschärfung des Ukraine-Konflikts sowie ein Staatsbankrott oder Austritt Griechenlands aus der europäischen Währungsunion zu Belastungsfaktoren werden. „Gefährlich ist der derzeitige Kurs der griechischen Regierung vor allem für Griechenland selbst.“ Für Deutschland mahnte das IfW: „Insgesamt besteht die Gefahr, dass die Wirtschaftspolitik die gute Konjunktur als Ruhekissen auffasst.“ Maßnahmen, die die öffentlichen Haushalte belasteten und die Wachstumskräfte schwächten — wie die Rente mit 63 oder der gesetzliche Mindestlohn — waren laut IfW „Schritte in die falsche Richtung“.

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