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Das kosten Deutschland die Grenzkontrollen

Ifo-Studie Das kosten Deutschland die Grenzkontrollen

Die im Schengen-Raum wieder eingeführten Grenzkontrollen kosten nicht nur Zeit, sondern bares Geld. Nach einer neuen Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Ifo sinkt die deutsche Wirtschaftsleistung dadurch um bis zu 15 Milliarden Euro jährlich. Diesen Zahlen setzt das Institut allerdings etwas entgegen.

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Hier staut es sich: Die Grenzkontrollen im Schengen-Raum wie an der deutsch-dänischen Grenze kommen die Volkswirtschaften teuer zu stehen.

Quelle: Benjamin Nolte/dpa

München. So heißt es in einer Pressemitteilung des Münchner Instituts vom Montag, dass die systematische Kontrolle von Personen an allen Schengen-Grenzen die Wirtschaftsleistung von 27 EU-Ländern im Jahr um 0,19 bis 0,47 Prozent dämpfen würde. Das wären 52,74 Euro bis 130,28 Euro pro Kopf. Den Wert der Wartezeit von Transportmitteln berechnete das Institut daraufhin für jene europäischen Grenzen, an denen zurzeit kontrolliert wird, wie zwischen Deutschland und Dänemark. "Wir kommen dabei auf 0,06 bis 0,11 Prozent des BIP. Das sind 9,0 bis 15,4 Milliarden Euro", sagte Professor Gabriel Febermayr.

Grenzkontrollen sollen dennoch günstiger sein

Doch die Forscher sind sich auch einig: Die Grenzkontrollen im Schengen-Raum kommen Deutschland nach ihren Berechnungen immer noch billiger als eine unkontrollierte Einwanderung. „Diese Kosten machen nur einen kleinen Teil jener Summen aus, die durch unkontrollierte Massenzuwanderung entstehen könnten“, sagte Felbermayr weiter. Studien-Mitautorin Jasmin Gröschl ergänzte: „Im Vergleich zu den Kosten der Flüchtlingskrise, die allein für Deutschland und das Jahr 2016 auf über 21 Milliarden Euro geschätzt werden, sind die Kosten einer Wiedereinführung von Grenzkontrollen im Schengen-Raum gering.“

Viel wahrscheinlicher seien langfristig ohnehin Kontrollen nur auf den Flüchtlingsrouten über den Balkan oder Italien nach Österreich und Deutschland. Das würde die deutsche Wirtschaftsleistung um bis zu 5 Milliarden Euro jährlich senken. Laut "Süddeutscher Zeitung" kommen andere Wirtschaftsforscher allerdings auf deutlich höhere Zahlen.

Mit dpa

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