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Betrüger versprechen Steuerrückzahlung

Phishing-Mails Betrüger versprechen Steuerrückzahlung

Viele Verbraucher erhalten derzeit E-Mails, die vermeintlich vom Bundeszentralamt für Steuern aus Bonn stammen und eine Steuerrückzahlung versprechen. So locken Betrüger auf eine gefälschte Internetseite, auf der Steuerzahler ihre persönlichen Daten eingeben sollen.

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Immer mehr Cyber-Kriminalität: Im Jahr 2016 spähten allein Datendiebe in 102 Fällen die Computernutzer im Land aus. Derzeit versuchen Betrüger über eine Phishing-Seite Kontodaten von Steuerzahlern abzuschöpfen.

Quelle: Oliver Berg/dpa

Kiel. „Nach den letzten jährlichen Berechnungen Ihrer steuerpflichtigen Aktivitäten haben wir festgestellt, dass Sie Anspruch haben auf eine Steuerruckzahlung von 232,81.“ Diese erfreuliche Nachricht hatte ein Leser unserer Zeitung in den vergangenen Tagen in seinem E-Mail-Postfach. Oben links prangte das Logo des Bundeszentralamtes für Steuern (BZSt). Absender: meine@bzst.de

Doch hinter der vermeintlich offiziellen Mail, verbergen sich Cyberkriminelle, die so versuchen an Kontodaten zu gelangen. Laut Landeskriminalamt gibt es bereits mehrere Geschädigte in Schleswig-Holstein, die Anzeige erstattet haben.

Amt warnt: Kontenverbindungen werden „nie in dieser Form abgefragt“

Folgen Verbraucher der Aufforderung in der Mail, einen Antrag auf Rückerstattung zu stellen, so gelangen Sie über einen Link auf eine Phishing-Seite, die der echten Webseite des Amtes sehr ähnlich sieht. Dort heißt es: „Der schnellste und einfachste Weg, um Ihre Rückerstattung zu erhalten, ist eine direkte Einzahlung auf Ihr persönliches Bankkonto.“ In einer Maske sollen Iban und weitere persönliche Daten eingegeben werden. Es folgt der Hinweis: „Bitte gewähren Sie uns 3-5 Tage für die Verarbeitung.“

Auf seiner echten Internetseite warnt das BZSt bereits davor, auf diese E-Mails zu reagieren. Aufforderungen zur Beantragung von Steuererstattungen würden nicht per E-Mail verschickt, teilt das Amt mit. Kontenverbindungen würden „nie in dieser Form abgefragt“.

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Ein Artikel von
Anne Holbach
Wirtschaftsredaktion

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Foto: Das Finanzministerium warnt vor Phishing-Mails, in denen Steuerzahler aufgefordert werden, ihre Kontodaten anzugeben.

Auch in Schleswig-Holstein haben nach Angaben des Finanzministeriums Betrüger versucht, mit sogenannten Phishing-Mails an Kontodaten von Bürgern zu kommen. Absender ist angeblich das Bundeszentralamt für Steuern. Darin wird behauptet, der Empfänger habe Anspruch auf eine Steuerrückzahlung.

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