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Internet-Portal soll bei Paketärger helfen

Verbraucherzentrale Internet-Portal soll bei Paketärger helfen

Probleme rund ums Versenden und Empfangen von Paketen bewegen viele Verbraucher zur Weihnachtszeit. Wer Ärger bei der Zustellung hat, kann seinen Frust nun dem Beschwerdeportal www.paket-aerger.de melden.

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Wenn Nachbarn Pakete annehmen, dann sollten sie darauf achten, dass die Sendung nicht beschädigt ist. Ansonsten könnten sie selbst und nicht der Paketdienst haften.

Quelle: Oliver Berg/dpa (Symbolfoto)

Kiel. „Keine Lieferung, obwohl ich zu Hause war. Auf Nachfrage beim Paketdienst hin und her verwiesen – ohne Erfolg. Später Bescheid bekommen, dass es bei den Nachbarn abgeliefert wurde, was jedoch nicht abgesprochen war.“ Diese und ähnliche Erfahrungen von Kunden bei der Zustellung von Paketen möchten die Verbraucherzentralen auf ihrem jüngst gestarteten Beschwerdeportal paket-aerger.de bündeln und an den jeweiligen Anbieter weiterleiten. Denn: Probleme rund ums Versenden und Empfangen bewegen viele Verbraucher gerade zur Weihnachtszeit, sagt Hanna Doreen Jeske, Juristin der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein.

 „Wenn das Paket Verstecken spielt, Weihnachtsgeschenke in der Zustellschleife hängen bleiben oder nach einer Zustellodyssee doch wieder beim Versender landen, wollen die Verbraucher natürlich wissen, welche Rechte sie haben“, so Jeske. Antworten rund um die Rechtslage sollen auf dem Portal nicht nur beantwortet werden: Bei eklatanten Verstößen gegen geltendes Recht wollen die Verbraucherzentralen abmahnen und notfalls auch den Klageweg beschreiten.

 In dem Portal finden Paketkunden nicht nur zur Weihnachtszeit viele Tipps. So ist dort beispielsweise zu lesen, wer bei Verlust oder Beschädigung eines Paketes haftet oder welche Verpackung für welches Paket das Richtige ist. Auch wird erläutert, was sich hinter einem sogenannten „Garagenvertrag“ verbirgt. Dabei handelt es sich um eine mit dem jeweiligen Paketdienstleister vereinbarte Abstellgenehmigung, also um einen Ort auf dem Grundstück, wo der Zusteller das Paket hinterlegen darf. Das Problem dabei: Sollte das Paket dann verloren gehen, haftet der Paketdienstleister nicht. Ist der Empfänger nicht da, können Lieferanten eine sogenannte Ersatzzustellung durchführen – also das Paket beim Nachbarn abgeben. Dann müssen sie den Empfänger jedoch mit einem Zettel informieren, wo sich sein Paket befindet.

 Doch Vorsicht: Nachbarn sollten es nicht annehmen, wenn der Karton beschädigt ist. Denn sonst müssen sie – und nicht der Paketzusteller – unter Umständen für den Schaden haften. Der Grund dafür: Wer bei der Annahme unterschreibt, quittiert dem Zusteller eine ordnungsgemäße Lieferung. Wenn der Empfänger zu Hause ist und ein Paket mit kaputtem Karton entgegennimmt, raten die Verbraucherschützer: Lassen Sie sich von dem Zusteller den Schaden schriftlich bestätigen, damit es bei der Regulierung keine Probleme gibt. Bemerkt der Empfänger den Schaden erst später, gilt: schnell an den Absender wenden, damit dieser den Fall mit dem Paketzusteller regulieren kann. In der Regel ist eine Reklamation noch sieben Tage nach Erhalt möglich.

www.paket-aerger.de

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Ein Artikel von
Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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