6 ° / 2 ° Regenschauer

Navigation:
Jeder fünfte Flug fällt aus

Streik in Hamburg Jeder fünfte Flug fällt aus

Der Streik der Flugbegleiter von Eurowings und Germanwings trifft den Hamburger Flughafen schwer. Die Passagiere verhielten sich flexibel und kamen gar nicht erst zum Flughafen.

Voriger Artikel
HSH Nordbank bringt sechs Hanjin-Schiffe bei Maersk unter
Nächster Artikel
Kürbisernte läuft im Norden auf vollen Touren

Eine Flugbegleiterin von Eurowings und Germanwings steht mit einem Plakat der Gewerkschaft UFO (Unabhängige Flugbegleiter Organisation) bei einer Kundgebung vor der Unternehmenszentrale.

Quelle: Oliver Berg/dpa

Hamburg. Der Streik bei den Lufthansa-Billigfliegern Eurowings und Germanwings hat am Donnerstag am Hamburger Flughafen zu zahlreichen Flugausfällen geführt. Die Lage blieb jedoch ruhig, Warteschlangen an den Schaltern blieben aus. Insgesamt wurden nach Angaben des Flughafens bis zum Nachmittag 101 Starts und Landungen annulliert. Demnach entfielen bei Eurowings 65 An- und Abflüge, bei Germanwings insgesamt 36. Betroffen waren rund 11 000 Passagiere, die nach Hamburg reisen oder von dort starten wollten

Insgesamt fiel damit etwa jeder fünfte Flug in Hamburg aus, der für Donnerstag auf dem Plan stand. Viele innerdeutsche Flüge von Germanwings wurden gestrichen. Nicht betroffen sind dagegen die Verbindungen von Hamburg nach Frankfurt und München, die von der Muttergesellschaft Lufthansa bedient werden. Dagegen fielen Flüge nach Köln/Bonn oder Stuttgart aus, ebenso zu Zielen wie Düsseldorf, Nürnberg oder Dresden. Unter den internationalen Destinationen fielen zum Beispiel Flüge von und nach Oslo, Wien, Budapest oder Barcelona den Streiks zum Opfer.

Lange Schlangen an den Schaltern blieben aus, weil die Passagiere der ausgefallenen Flüge sich frühzeitig um andere Reisemöglichkeiten bemühten. Sie wurden per Mail und SMS von den Airlines informiert und sind gar nicht erst zum Flughafen gefahren. „Das hat sehr gut geklappt“, sagte eine Flughafen-Sprecherin. „Hier ist es sehr ruhig.“ Für die kommende Woche hat die Gewerkschaft Ufo weitere Streiks an zwei Tagen angekündigt.

Der Ausstand betraf alle größeren deutschen Flughäfen bis auf Frankfurt und München. Am Mittwochabend hatte die Gewerkschaft Ufo das Streik-Szenario auf die größere Konzernschwester Germanwings ausgeweitet, indem man die offenen Tarifgespräche zur Teilzeit für gescheitert erklärte und somit auch dort in den Arbeitskampf einsteigen konnte. Eurowings hat den Kunden kostenlose Umbuchungen und Stornierungen angeboten und einen Sonderflugplan veröffentlicht. Bundesweit betroffen waren rund 40 000 Fluggäste.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten: Wirtschaft 2/3