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Jobabbau bei Stollwerck befürchtet - Norderstedt betroffen?

Lebensmittel Jobabbau bei Stollwerck befürchtet - Norderstedt betroffen?

Beim Schokoladenhersteller Stollwerck (Sarotti, Alpia) droht nach Ansicht der Gewerkschaft NGG der Abbau von mehreren hundert Arbeitsplätzen. Allein in der Kölner Zentrale könne sich die Zahl der 230 Mitarbeiter um bis zu 120 reduzieren, sagte der Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Köln, Ernst Busch, am Mittwoch und bestätigte Medienberichte.

Köln. Ein Unternehmenssprecher sagte, es seien Umstrukturierungen und Arbeitsplatzverlagerungen geplant. Zahlen dazu könne er zum jetzigen Zeitpunkt nicht nennen. Das Unternehmen betreibt auch ein Werk in Norderstedt bei Hamburg.

Stollwerck war im vergangenen Jahr von der belgischen Baronie-Gruppe übernommen worden. Insgesamt hat Stollwerck 1700 Mitarbeiter, 1400 von ihnen in Deutschland. Das Unternehmen will nach eigenen Angaben seine drei Produktionsstätten stärker auf bestimmte Produkte ausrichten: So soll Tafelschokolade künftig im Berliner Werk statt in Norderstedt hergestellt werden, während Norderstedt sich auf Pralinen konzentrieren soll. Im thüringischen Saalfeld sollen Tafeln, Trüffel und Saisonwaren produziert werden. Fachabteilungen, die bisher am Verwaltungssitz Köln angesiedelt sind, sollen direkt an die jeweilige Werken angegliedert werden.

Das Traditionsunternehmen Stollwerck wurde 1839 gegründet. Der Kölner Unternehmer Hans Imhoff (1922-2007) hatte es Anfang der 70er Jahre übernommen und zu einem Konzern aufgebaut, dessen Markenzeichen der Sarotti-Mohr wurde. Nach dem Verkauf an den Schweizer Schokoladenhersteller Barry Callebaut wurde das Pralinenwerk in Köln 2005 geschlossen. Stollwerck erzielt einen Jahresumsatz von einer halben Milliarde Euro.

dpa

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