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„Aidaprima“ kann erst 2016 starten

Jungfernfahrt „Aidaprima“ kann erst 2016 starten

Die Reederei Aida Cruises muss erneut einen schweren Rückschlag mit den Neubauprogramm in Japan einstecken. Die Probefahrt des ersten Neubaus „Aidaprima“ in Nagasaki musste jetzt abgesagt werden.

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Kreuzfahrer müssen sich noch gedulden: Wegen erneuter Verzögerungen in der Werft geht die „Aidaprima“ nicht in diesem Herbst auf Fahrt.

Quelle: Aida Cruises

Rostock/Hamburg. Die technischen Probleme mit dem Schiff sind größer als erwartet. Die für den 1. Oktober geplante Jungfernfahrt von Yokohama nach Dubai, die Überführungsreise nach Hamburg sowie das gesamte Winterprogramm in Dubai musste die Reederei gestern absagen. Grund ist eine Information der Werft Mitsubishi Heavy Industries (MHI) in Japan, dass auch der zweite Ablieferungstermin für den Neubau nicht eingehalten werden kann.

 Wie die Rostocker Reederei am Mittwoch mitteilte, werden alle Reisebüros und Vertriebspartner über aktuelle Fahrplanänderungen für die Wintersaison 2015/2016 informiert. Die „Aidastella“ wird deshalb den Fahrplan der „Aidaprima“ im Persischen Golf bis März 2016 übernehmen. „Wir bedauern sehr, dass wir unseren Gästen den erhofften Urlaub nicht wie geplant bieten können. Alle betroffenen Gäste werden selbstverständlich zu Alternativen und großzügigen Kompensationen informiert“, sagte Aida-Chef Michael Ungerer. Bei der Rostocker Reederei sei man aber weiter fest davon überzeugt, ein erstklassiges Schiff zu erhalten, das neue Maßstäbe setze, so Ungerer.

 Die „Aidaprima“ sollte ursprünglich im März 2015 in Fahrt kommen und bereits im Juni diesen Jahres mit Reisen ab Hamburg starten. Der erste Katalog war bereits gedruckt und musste im Herbst vorigen Jahres wieder eingestampft werden. Daraufhin wurde ein zweiter Katalog aufgelegt, der mit der neuen Jungfernreise sechs Monate später startete. Auch dieser Katalog ist jetzt Geschichte. Nun soll die „Aidaprima“ im kommenden April die Werft verlassen.

 Die 300 Meter lange „Aidaprima“ ist 125000 BRZ groß und wird damit das dann größte Schiff im deutschen Kreuzfahrtmarkt. An Bord sollen Kabinen für 3250 Passagiere sein. Angetrieben wird der Koloss von vier MaK-Motoren aus Deutschland. Die Taufe des Schiffes wird angesichts der Entwicklung jetzt von Japan nach Hamburg verlegt. Nähere Informationen werden zeitnah bekannt geben, teilte das Unternehmen mit.

 Dass die Mitsubishi-Werft den Zeitplan zur Fertigstellung der „Aidaprima“ nicht einhalten kann, hat wohl auch Auswirkungen auf das zweite Aida-Schiff, das derzeit im Baudock in Nagasaki liegt. Das dürfte nun ebenfalls deutlich später fertig werden. Ein Aida-Sprecher wollte sich nicht dazu äußern, ob die geplante Auslieferung im Frühjahr 2016 eingehalten werden kann.

 Die Mitsubishi-Werft wollte mit den Kreuzfahrtschiffen in den Markt für große Passagierschiffe zurückkehren. Mit dem Auftrag, den die Japaner 2012 im Wettbewerb gegen die Meyer-Werft an Land zogen, hat sich Mitsubishi jedoch deutlich verkalkuliert. Im vergangenen Jahr gab die Werft bereits bekannt, dass es durch den Auftrag einen außerplanmäßigen Verlust von 400 Millionen Euro gab.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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Foto: Die „Aidaprima“ sollte ursprünglich im März 2015 in Fahrt kommen und ab bereits im Juni diesen Jahres mit Reisen ab Hamburg starten.

Die Reederei Aida Cruises muss erneut einen schweren Rückschlag mit den Neubauprogramm in Japan einstecken. Die Probefahrt des ersten Neubaus „Aidaprima“ in Nagasaki musste jetzt abgesagt werden. Die technischen Probleme mit dem ersten Schiff sind größer als erwartet.

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