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Arbeitslosenzahlen leicht angestiegen

Norden Arbeitslosenzahlen leicht angestiegen

Die Zahl der Arbeitslosen in Schleswig-Holstein ist im August leicht gestiegen. 97 800 Menschen seien ohne festen Job gewesen, teilte die Agentur für Arbeit am Dienstag in Kiel mit. Das waren 1300 Arbeitslose oder 1,4 Prozent mehr als im Juli. Die Arbeitslosenquote stieg von 6,4 auf 6,5 Prozent. Der leichte Anstieg komme wegen der Sommerferien nicht überraschend.

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Im August ist die Zahl der Arbeitslosen im Norden leicht angestiegen.

Quelle: Sebastian Kahnert/ dpa/ Archiv

Kiel . Die Betriebe würden üblicherweise erst nach den Sommerferien neues Personal einstellen, sagte die Chefin der Arbeitsagentur Nord, Margit Haupt-Koopmann. „Das wird man — mit dem Herbstaufschwung — an den September-Daten ablesen können“, zeigte sie sich optimistisch. Mit einem Rückgang der Arbeitslosenzahl um 2100 oder 2,1 Prozent im Vergleich zum August des Vorjahres „setzt sich „die insgesamt positive Entwicklung seit Anfang des Jahres fort“.

Auch Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) äußerte Zuversicht: „Im Zuge des Herbstaufschwungs ist mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit im nächsten Quartal zu rechnen.“ Er betonte, „die Arbeitskräftenachfrage in Schleswig-Holstein ist ungebrochen. Seit Jahresbeginn haben die Unternehmen 16 000 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen, was einem Plus von fast zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.“ Und seit Jahresbeginn wurden 46 100 offene sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet — 1500 oder 3,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Der Ausbildungsmarkt bleibt auch nach dem offiziellen Beginn des Ausbildungsjahres in Bewegung. Aktuell sind noch 3638 unbesetzte Ausbildungsplätze und 4006 unversorgte Jugendliche gemeldet.

Ausbildungsverträge würden noch abgeschlossen, betonte Haupt-Koopmann. Jugendlichen riet sie: „Meldet euch bei der Berufsberatung für einen kurzfristigen Beratungstermin. Nutzt die Jobbörse der Arbeitsagentur im Internet unter www.arbeitsagentur.de und — das ist mir besonders wichtig — besucht die Ausbildungsplatzbörsen, die wir in den nächsten Wochen gemeinsam mit den Kammern im Rahmen der so genannten Nachvermittlung veranstalten.“

Haupt-Koopmann appellierte an die Betriebe, auch vermeintlich schwächeren Bewerbern einen Ausbildungsplatz anzubieten. „Lassen Sie keinen Ausbildungsplatz unbesetzt!“ „Nutzen Sie — neben der Einstiegsqualifizierung (EQ) oder unseren ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) — das neue Instrument der „assistierten Ausbildung“. Damit wollen wir gerade kleinere Betriebe motivieren, Jugendlichen mit „Ecken und Kanten.’eine betriebliche Ausbildungschance zu geben - und sich so eine künftige Fachkraft zu sichern.“

Meyer ergänzte, mit der „Regionalen Ausbildungsbetreuung“ und der „Überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung“ aus dem Landesprogramm Arbeit biete die Landesregierung den Unternehmen hierbei gezielte Unterstützung.

Unter den Kreisen hatte im August Stormarn mit 3,8 Prozent die niedrigste und Dithmarschen mit 7,3 Prozent die höchste Arbeitslosenquote. Unter den kreisfreien Städten gab es in Flensburg und Lübeck mit 10,1 Prozent den geringsten Wert, in Kiel mit 10,3 Prozent den höchsten.

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