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Luft an Messstation mit hoher Belastung

Kiel Luft an Messstation mit hoher Belastung

Stuttgart ist mit Abstand die ungesündeste Stadt Deutschlands. Hier werden die größten Konzentrationen von Feinstaub und Stickoxiden in der Luft gemessen. Trotz frischer Ostsee-Brise ist die Luft aber auch an einem Kieler Messpunkt mit Stickstoffdioxid weit über dem Grenzwert belastet.

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In Kiel werden die Freinstaub-Grenzwerte an neun Tagen im Jahr überschritten.

Quelle: Patrick Pleul

Berlin. Gar keine Gebiete mit herausragend hohen Umweltschadstoffen gibt es nur in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und dem Saarland. Schleswig-Holstein taucht in der Rangliste der Top-Schadstoffgebiete nur mit einem Ausreißer auf: In Kiel werden punktuell (Bahnhofstraße, Theodor-Heuss-Ring, Max-Planck-Straße) die Grenzwerte für Stickstoffdioxid überschritten. Das zeigt die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen. Die hatten nach den 15 Orten in Deutschland mit den höchsten Schadstoffbelastungen gefragt.

 Trauriger Rekordhalter ist Stuttgart. An der Messstelle „Am Neckartor“ lag 2013 (neuere Daten liegen noch nicht vor) an 91 Tagen im Jahr die Feinstaub-Konzentration über dem zulässigen Grenzwert. Der Jahresmittelwert beim Stickstoffdioxid war hier mehr als doppelt so hoch wie zulässig. Es folgen München und Reutlingen. Kiel liegt zusammen mit Düren auf Rang vier. Grund ist der verkehrsreiche Theodor-Heuss-Ring mit seiner hohen Stickstoffdioxid-Belastung. Allerdings werden hier bei weitem nicht so oft die Grenzwerte überschritten wie in Stuttgart. Dort war dies an 63 Tagen der Fall, in Kiel an neun. München kam auf 50, Darmstadt auf 44 Tage.

 Auch Hamburg weist wie Freiburg, Limburg, Heilbronn, Ludwigsburg, Schwäbisch-Gmünd, Berlin oder Köln hohe Stickstoffdioxid-Werte auf. Feinstaub ist vor allem ein Problem in Baden-Württemberg, in den Ruhrgebietsstädten, aber auch in Dresden, Leipzig, Halle und Mühlhausen/Thüringen. Feinstaub und Stickstoffdioxid schädigen Lunge und Atemwege.

 „Die Umwelt- und Gesundheitsbelastung ist vielerorts verheerend“, sagte der Grünen-Abgeordnete Peter Meiwald. Seine Fraktionskollegin Bärbel Höhn, Vorsitzende des Umweltausschusses, forderte: „Wir brauchen endlich eine Regierung, die Nachhaltigkeit und Gesundheitsschutz zur Maxime der Gesetzgebung macht.“

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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