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Kieler Büromarkt zeigt sich gespalten

Immobilien Kieler Büromarkt zeigt sich gespalten

Gravierende Leerstände einerseits, zu wenig geeignete Flächen für ansiedlungswillige Unternehmen andererseits: Der Markt für Büroimmobilien in Kiel zeigt sich gespalten. „Wenn Firmen nach Büroflächen von 2000 Quadratmetern oder mehr fragen, dann muss die Stadt derzeit passen“, sagt Einar Rubin von der Kieler Wirtschaftsförderungs- und Strukturentwicklungs GmbH (KiWi).

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Gesuchte Wasserlage: Die Germania Arkaden zählen zu den besonders begehrten Kieler Büroimmobilien.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Gemeinsam mit dem Gutachter Bernhard Feller aus Bonn, vier Kieler Maklern und dem Eigentümerverband Haus & Grund hat die KiWi zum fünften Mal den Kieler Büroimmobilienmarkt unter die Lupe genommen. Ergebnis: Nachfrage und Preise zeigen sich stabil, doch um die Entstehung neuer Arbeitsplätze nicht zu gefährden, müsste die zuletzt abgeflachte Neubautätigkeit wieder stärker in Gang kommen.

 Wie aus dem aktuellen Büromarktbericht hervorgeht, stehen derzeit in Kiel rund 80000 Quadratmeter Bürofläche leer – das sind 14000 Quadratmeter weniger als 2013 – dem Jahr der letzten Erhebung. Somit schrumpft die Leerstandsquote auf einen undramatischen Wert von fünf bis sechs Prozent. Gleichwohl gibt es erheblichen Handlungsbedarf. Denn wachsende Qualitätsansprüche von Unternehmen und Mitarbeitern haben dazu geführt, dass die Eigentümer angestaubter Büroimmobilien auch in innerstädtischer Lage mit erheblichen Vermietungsproblemen zu kämpfen haben.

 Gleichzeitig melden attraktive Neubau-Komplexe wie Wissenschaftspark oder Germania Arkaden faktisch Vollauslastung. „Die Überkapazitäten vergangener Jahre sind abgebaut“, sagt Rubin. Was die Stadt jetzt brauche, sei ein Investor, der nicht das Risiko scheue, attraktive Büro-Immobilien auf Vorrat zu errichten. Der geplante Neubaukomplex der Investitionsbank an der Hörn mit 22000 Quadratmetern Bürofläche könne dem Markt nur für begrenzte Zeit etwas Luft verschaffen. Rubin sieht gute Chancen, im Oktober auf der Gewerbeimmobilienmesse Expo Real in München Investoren für den Kieler Markt gewinnen zu können.

 Nach wie vor profitiert der Kieler Büromarkt von der positiven wirtschaftlichen Entwicklung der Landeshauptstadt und einer steigenden Zahl von Beschäftigten im Dienstleistungssektor. Im Zeitraum 2012 bis 2014 wurden in Kiel knapp 29000 Quadratmeter Bürofläche neu errichtet, 10000 Quadratmeter revitalisiert und 900 Quadratmeter abgerissen oder durch Umnutzung vom Markt genommen. Nach Schätzung der Arbeitsgemeinschaft Büromarktbericht wurden im gleichen Zeitraum in Kiel rund 60000 Quadratmeter Bürofläche neu vermietet. Mit Preisen zwischen zwölf und 15 Euro je Quadratmeter sind die Spitzenmieten stabil geblieben. Im mittleren Segment sind Büroflächen zwischen sechs und acht Euro zu haben.

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Ein Artikel von
Ulrich Metschies
Wirtschaftsredaktion

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