21 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Landhandelskonzern strafft sein Geschäft

Kieler HaGe Landhandelskonzern strafft sein Geschäft

Futter, Betriebsmittel und Getreide: Der Kieler Landhandelskonzern Hauptgenossenschaft Nord (HaGe) fokussiert sich künftig stärker auf sein Kerngeschäft. Das teilte HaGe-Vorstandssprecher Henrik Madsen auf Anfrage mit.

Voriger Artikel
Lübeck setzt verstärkt auf Gäste aus dem Ausland
Nächster Artikel
Geschenke-Endspurt bei Frühlingstemperaturen

Umschlag von Gütern aller Art: Die HaGe hält über eine neue Gesellschaft weiter 50 Prozent an der Rendsburg Port GmbH.

Quelle: Malte Kühl

Kiel. Grund dafür sei der „hart umkämpfte“ Markt in Deutschland und Europa und die daraus resultierenden schmelzenden Margen. „Wir befinden uns allerdings im Vergleich zu den Mitbewerbern in Deutschland im oberen Drittel, was den Erfolg unserer Aktivitäten angeht“, betonte Madsen.

 Durch den jüngsten Zusammenschluss der beiden HaGe-Hauptaktionäre, der dänischen DLG (hält 54,35 Prozent am HaGe-Konzern) und die schwedische Lantmännen (40,08) zum Joint Venture Lantmännen DLG International (LDI) stünden nun frische Finanzmittel zur Verfügung, um auf dem internationalen Markt zukaufen zu können. „Das stärkt auch unsere Position auf dem deutschen Markt“, sagte der Vorstandssprecher. Eine weitere Expansion des derzeit überwiegend im nord- und ostdeutschen Raum agierenden Unternehmens in Richtung Süden sei „denkbar, aber noch nicht konkret“.

 Konkret ist aber die Trennung vom Logistikgeschäft der Rendsburger Tochter Ahlmann-Zerssen: Zum 1. Januar werden die Geschäftsbereiche Chartering, Verzollung und das Agenturgeschäft an das holländische Unternehmen Peterson’s Havenbedrijf (Rotterdam) abgegeben, allerdings unter dem bisherigen Namen weitergeführt. AhlmannZerssen bietet in deutschen und polnischen Häfen einen Service für Schifffahrt, Umschlag, Transport und Logistik an. Die Zusammenarbeit mit einem starken Partner sei wichtig, weil der Gütertransport über Binnengewässer in Deutschland aufgrund gestiegener Logistikkosten eine immer größere Rolle spiele. Das Hafenumschlaggeschäft des bisherigen Tochterunternehmens will die HaGe weiterhin behalten; dieses soll künftig unter HaGe Ports firmieren und umfasst Lagerkapazitäten, Düngemischanlage und Büroräume in Rendsburg. „Unsere 50-prozentige Beteiligung an der Rendsburg Ports GmbH werden wir ebenfalls halten“, unterstrich Madsen.

 Das zurückliegende Geschäftsjahr bezeichnete Madsen gerade im ersten Halbjahr als „herausfordernd“, die zweite Jahreshälfte sei aber in den Hauptgeschäftsbereichen durchaus positiv verlaufen. „Die HaGe ist in den vergangenen Jahren sehr stark gewachsen. Nun müssen unserer Prozesse auch in der Organisationsstruktur optimiert werden“, sagte der Vorstandssprecher.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

Veranstaltung in...

Aktuelle
Veranstaltungen
und Tagestipps!

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten: Wirtschaft 2/3