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Rüge an Bund für Subventionen fast in Rekordhöhe

Institut für Weltwirtschaft Rüge an Bund für Subventionen fast in Rekordhöhe

Staatliche Stellen in Deutschland gewähren nach Angaben des Kieler Instituts für Weltwirtschaft jährlich rund 160 Milliarden Euro an Subventionen. Das sind je Einwohner knapp 2000 Euro. Mit 158,1 Milliarden war die Summe 2013 etwa so hoch wie das Lohnsteueraufkommen, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht. Der Spitzenwert war 2010 infolge der Finanzkrise mit 167,7 Milliarden Euro erreicht worden.

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Das Institut für Weltwirtschaft rügt den Bund für seine hohen Subventionen.

Quelle: Frank Peter (Archiv)

Kiel. Die IfW-Zahlen sind weit höher als die der Bundesregierung, da mehr Begünstigungen an Unternehmen einfließen. Steuervergünstigungen, Finanzhilfen und Einnahmeverzicht durch Preise unter Marktniveau bei der kostenfreien Abgabe von CO2-Zertifikaten gehören dazu. Das IfW erfasst auch Transfers an Organisationen ohne Erwerbszweck, soweit diese marktnahe Leistungen erbringen, wie Krippen, Kliniken und Museen.

Die Subventionen im engeren Sinne, also Vergünstigungen zugunsten des Unternehmenssektors, betrugen 2013 rund 82,3 Milliarden Euro, über 20 Milliarden weniger als zur Jahrtausendwende. Die Subventionspolitik hemme das Wirtschaftswachstum, da sie tendenziell eine Umverteilung von Mitteln von strukturstarken auf strukturschwache Sektoren bewirke und die Leistungs- und Investitionsanreize schädige, bilanzierte der Leiter des IfW-Zentrums für Wirtschaftspolitik, Henning Klodt.

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Ein Artikel von
Deutsche Presse-Agentur dpa

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