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Erfolgsstory von Schnexagon geht weiter

Kieler Start-up Erfolgsstory von Schnexagon geht weiter

Es gibt viele Methoden, wertvolle Pflanzen im Garten vor hungrigen Nacktschnecken zu schützen. Eine davon stammt aus Kiel, wurde von der Biologin Nadine Sydow entwickelt, nennt sich Schnexagon und verkauft sich immer besser. Nun soll ein ungiftiger Bewuchsschutz für Schiffsrümpfe folgen.

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Hat einen ökologischen Schutzanstrich entwickelt, der sich in Deutschland und auch europaweit immer besser verkauft: Biologin Nadine Sydow zeigt, wie Schnexagon angewendet wird.  

Quelle: Sonja Paar

Kiel. Die ökologische Alternative zu Schneckenkorn, mit jährlich etwa 100000 verkauften Tonnen in Deutschland das meist verwendete Mittel gegen Nacktschnecken, hat eine rasante Entwicklung hinter sich. Von der Idee 2014 bis zum Vertrieb des Produktes, das seit Mai 2016 in vielen Baumärkten und Gärtnereien in Deutschland gelistet ist, dauerte es nicht lange. Bereits im ersten Jahr schrieb das Ende 2015 gegründete Kieler Start-up Solvoluta mit seinem aus Ölen und Seifen bestehenden ökologischen Schutzanstrich schwarze Zahlen, dieses Jahr soll der Umsatz auf mehr als 300000 Euro verdoppelt werden. „Das Produkt soll sich weiter etablieren, ist allerdings kein Selbstgänger und muss immer erklärt werden“, sagt Sydow.

Neue Vertriebswege geplant

Um den Umsatz des rund 30 Euro teuren Schutzlacks anzukurbeln, würde Sydow zusätzlich gerne ein preiswerteres kleineres Gebinde, zum Beispiel als Tube mit Bürste, auf den Markt bringen. Die Nachfrage könnte nämlich plötzlich sprunghaft steigen: Neben dem bestehenden Hamburger Vertriebspartner Lugato, der Baumärkte beliefert, könnte das Produkt künftig auch in die Regale des Lebensmitteleinzelhandel finden: „Wir stehen mit einem neuen Vertriebspartner kurz vor Vertragsabschluss“, sagt Sydow.

Ökologischer Bewuchshemmer für Schiffsrümpfe soll folgen

Neben der Weiterentwicklung von Schnexagon in Sachen Haftdauer und Wirksamkeit (Sydow: „Auf dem Produkt will ich mich nicht ausruhen, das läuft jetzt“) will Solvoluta eine weitere Anti-Haft-Beschichtung entwickeln, die das Ökosystem Meer entlasten soll: „Wir wollen innerhalb von fünf Jahren einen ungiftigen Bewuchshemmer für Schiffsrümpfe auf den Markt bringen.“ Einen Namen hat die ökologische Alternative zu den auf giftigen Kupferverbindungen basierenden Schutzanstrichen gegen Seepocken und Co bereits: Poxagon.

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Ein Artikel von
Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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