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Mit dem Smartphone in der Bar ordern

Kieler Start-up Mit dem Smartphone in der Bar ordern

Die Kneipe ist gerammelt voll. Die Kellner drängeln sich zwischen Bar und Tischen durch. Und obwohl mancher Gast gerne Nachschub bestellen würde, sitzt er lange auf dem Trockenem. Ein webbasierter Service des Kieler Start-ups Igetnow will dieses Problem jetzt beheben.

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Kein Kellner in Sicht? Für Timur Ercan (Mitte) und Torben Jensen (re.) ist das kein Problem. Die Gründer von Igetnow haben ein webbasiertes System entwickelt, mit dem Gäste per Smartphone bestellen können. Subzero-Chef Michael Klemm ist begeistert.

Kiel. Mit Bestellungen per Smartphone. „Eigentlich will man ja nicht unbedingt, dass in einer Bar alle mit Smartphones herumsitzen. Aber das ist nun mal die Realität. Das Bestellen mit dem Handy ist innovativ, so etwas wollen die Gäste“, sagt Michael Klemm, Inhaber des „Subzero“ in der Kieler Bergstraße. Die Cocktail-Bar war im Dezember 2016 das erste Lokal, das Igetnow einsetzte.

Hier kleben auf den Tischen schwarze Aufkleber mit Codes. Wer sie auf der Webseite igetnow.com eingibt, gelangt direkt zur Speisekarte und kann bestellen. Auf einem Tablet neben der Kasse blinkt die Bestellung rot auf und ein Signal ertönt so lange, bis Kellner oder Barkeeper sie als erledigt markieren. Für den Gast kostet das nichts extra. Der Gastronom gibt zehn Prozent vom Umsatz, der über das System läuft, an das Start-up ab.

So soll das Personal in Stoßzeiten entlastet und eine Umsatzsteigerung erreicht werden, sagt Torben Jensen von Igetnow. „Oft hätten Kunden sonst gesagt: Wenn ich jetzt noch länger warte, bestelle ich nichts Neues mehr“, so der 27-Jährige. Mit dem Tool nehme die Zahl der Nachbestellungen zu.

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga begrüßt solche technischen Lösungen. „Alles, was für die Gäste den Ablauf schneller macht und für das Personal eine Erleichterung bedeutet, sehen wir positiv“, sagt Stefan Scholtis, Hauptgeschäftsführer des Landesverbandes. Die Gefahr, dass diese Art der Bestellung zu Personaleinsparungen führen könnte, sieht er nicht.

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Ein Artikel von
Anne Holbach
Wirtschaftsredaktion

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