23 ° / 11 ° Gewitter

Navigation:
Gewinner auf der Erfolgsspur

Gründercup Kielregion Gewinner auf der Erfolgsspur

Der Gründercup der Region Kiel hat sich seit seinem Start im Jahr 2004 zu einem bundesweit beachteten Qualitätssiegel für Neugründer entwickelt. „Damit werden die Wachstumsunternehmen von morgen geboren“, sagte Werner Kässens, Geschäftsführer der Kieler Wirtschaftsförderungs- und Strukturentwicklungs GmbH (KiWi),

Voriger Artikel
Zahl der Arbeitslosen erneut gesunken
Nächster Artikel
Ostküstenleitung: Zweite Runde im Dialogverfahren gestartet

Das ist der stolze Gründercup-Preisträger 2014 in der Kategorie Start-up: Tim Staufenberger züchtet Miesmuscheln an etwa 100 Meter langen Leinen in der Förde. Er verkauft seine Ernte am Tiessenkai in Holtenau.

Quelle: Kai Pörksen

Kiel. Am Montag fiel der Startschuss für die neue Bewerbungsrunde. Bis zum 30. September können sich potenzielle Gründer aus allen Branchen mit ihren kreativen und tragfähigen Geschäftsmodellen bewerben; die besten zehn Jungunternehmen werden in den Kategorien Start-up, Innovation und Sonderpreis mit Preisen von insgesamt 23000 Euro ausgezeichnet.

 „Die Unternehmen nutzen die Marke Gründercup für ihr regionales Marketing“, sagte Kässens. Dabei habe sich die Region Kiel mit der Landeshauptstadt und den Kreisen Plön und Rendsburg-Eckernförde als „Gründungsregion“ bereits einen Namen gemacht. Jedes Jahr reichen demnach etwa 40 Teilnehmer ihren Businessplan ein, der von Experten der KiWi, der IHK sowie der Handwerkskammer auf Herz und Nieren geprüft werde. Und etwa 80 Prozent der Cup-Gewinner seien noch am Markt und hätten insgesamt etwa 300 Arbeitsplätze geschaffen, ergänzte Kässens. Als „Sponsor der ersten Stunde“ unterstützt auch die Förde Sparkasse den Wettbewerb: „Es ist für uns ein Privileg, im Existenzgründungskreißsaal dabei zu sein“, sagte Geschäftskunden-Vertriebsdirektor Ralf Reikat. Bei etwa 100 Existenzgründungen jährlich sei die Sparkasse „Geburtshelfer“, 70 würden allerdings mangels Erfolgschancen abgelehnt.

Kielregion muss attraktiv sein

 Als „sehr wichtig für eine gesunde Wirtschaftsstruktur“ bezeichnete IHK-Experte Michael Schmidt das Thema Existenzgründungen: „So entsteht jede fünfte neue Stelle.“ 900000 Gründungen gab es Schmidts Angaben zufolge 2014 bundesweit, 27000 in Schleswig-Holstein. Gerade Unternehmensnachfolgen bezeichnete Schmidt aufgrund des demografischen Wandels als „Chance für Neugründer“. Die Bedeutung des Gründercups als wichtiges Instrument zur Positionierung des Wirtschaftsraumes hob Janet Sönnichsen, Geschäftsführerin der Kielregion GmbH, hervor: „Das gilt für den ländlichen Raum genauso wie zum Beispiel für Gründungen aus dem Hochschulbetrieb heraus.“ Gerade für Studenten und Hochschulabsolventen müsse die Kielregion ihre Attraktivität zum Leben und Arbeiten weiter herausstellen und die Vorteile der Gründer-Netzwerke aufzeigen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

Veranstaltung in...

Aktuelle
Veranstaltungen
und Tagestipps!

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten: Wirtschaft 2/3