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Kiels Scuddy-Erfinder: Der Deal ihres Lebens

„Die Höhle der Löwen“ Kiels Scuddy-Erfinder: Der Deal ihres Lebens

Die Vox-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ könnte für Tim Ascheberg (35) und Jörn Jacobi (33) den endgültigen Durchbruch bedeuten. In der zehnten Staffel der Sendung am Dienstag gelingt den Kieler Scuddy-Erfinder der erhoffte Deal: Ralf Dümmel und Jochen Schweizer steigen in ihre Firma ein.

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Jörn Jacobi und Tim Ascheberg (mit Hut) - Scuddy

Quelle: Frank Peter

Kiel. „Wir haben unsere Traum-Partner gefunden, das kann jetzt nur knallen“, sagt Ascheberg. Die Vox-Jury-Mitglieder und Unternehmer Jochen Schweizer und Ralf Dümmel, Chef des Stapelfelder Handelsunternehmen DS Produkte, übernehmen 25,1 Prozent der Scuddy-Firmenanteile und legen zudem noch einmal 100000 Euro Entwicklungskapital obendrauf.

Zuvor hatten die Kieler, die ihren Hightech-Roller (Stückpreis ab 4500 Euro) marktreif seit 2013 verkaufen, den fünf Investoren in der bereits im März aufgezeichneten Show einen in dieser Form noch nie dagewesenen Deal vorgeschlagen: „Wir verlangen einen Euro für zehn Prozent Unternehmensbeteiligung.“ Ein Partner solle helfen, als Teil des Teams den Durchbruch auf dem europäischen Markt zu erzielen. Seit sechseinhalb Jahren arbeiten die beiden Freunde, die sich 1999 in einer Schule in Norderstedt kennengelernt hatten, an ihrem Produkt.

Vom "Stahlschwein" zum Scuddy

Von dem Prototyp, den Ascheberg und Jacobi liebevoll „Stahlschwein“ getauft hatten, war es ein mühsamer Weg, bis der erste komplett in Kiel in einer ehemaligen Kohlehandlung gefertigte Scuddy 2013 in den Verkauf ging. „Da haben wir einen Volltreffer gelandet. Bei unserem Scuddy schreien nicht nur wie bei Zalando die Frauen“, sagt Ascheberg. Die Umsatzkurve zeigt in den Folgejahren kontinuierlich nach oben – „seit 2014 ist unser Betriebsergebnis positiv“, erläutert Jacobi der Jury. Ralf Dümmel fragt nach: „Wie groß ist bislang der Verkaufserfolg?“ 80 bis 90 Fahrzeuge gingen im vergangenen Jahr über den Tresen, erwiderte Ascheberg: „Unser Problem sind das Marketing und der Vertrieb.“

Nach kurzer Absprache legen Ralf Dümmel und Jochen Schweizer ihr Angebot, den Deal, vor: „Wir bieten Euch 100000 Euro für 25,1 Prozent Unternehmensanteil, damit wir so auch Einfluss nehmen können.“ Unternehmer und Investor Carsten Maschmeyer zieht nach. Er möchte 20 Prozent der Firmenanteile übernehmen, dafür Vertrieb, Marketing und juristische Klippen durch seine Firmengruppe professionell organisieren lassen. Und: „Wenn Sie Geld nötig haben, stellen wir das zur Verfügung.“

Und dann steht der Deal

Mehrere Minuten ziehen sich Ascheberg und Jacobi zurück: „Beide Angebote haben ihren Reiz, ich bin hin- und hergerissen“, sagt Ascheberg. Dann treten sie erneut vor die Jury, fragen bei Schweizer und Dümmel nach: „Kann man bei den 100000 Euro noch was machen?“ Dümmel kontert: „Es geht um viel, viel mehr, wenn wir bei Euch einsteigen.“ Und dann steht der Deal: „Wir haben das erreicht, was wir wollten und sind superglücklich“, sagt Jacobi. Und Ascheberg verspricht: „Wir geben Gas.“

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Ein Artikel von
Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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