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Reeder und Hafenwirtschaft zittern

Konjunkturumfrage Reeder und Hafenwirtschaft zittern

Die maritime Wirtschaft im Norden bewertet die Geschäftsaussichten derzeit gemischt. Die Schiffsbauer sind positiv gestimmt. Reeder und Hafenwirtschaft befürchten dagegen schlechte Zeiten.

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Während Schiffsbauer ihre Geschäftsaussichten positiv bewerten, sind die Erwartungen bei Reedern und der Hafenwirtschaft gedämpft.

Quelle: Frank Behling (Archiv)

Hamburg/Kiel. Die maritime Wirtschaft in Norddeutschland blickt mit gemischten Gefühlen in die Zukunft. Während Schiffsbauer ihre Geschäftsaussichten positiv bewerten, sind die Erwartungen bei Reedern und der Hafenwirtschaft gedämpft. Das ergab die am Freitag vorgestellte Konjunkturumfrage der IHK Nord. Vor allem die instabile Auslandsnachfrage und gestiegene Energiekosten bereiten den Schiffseigentümern und der Hafenwirtschaft Sorgen.

Bei zu geringer Nachfrage seien aktuell zu viele Schiffe auf den Weltmeeren, sagte ein IHK-Sprecher am Freitag. Wegen sinkender Charterraten könnten viele Reeder ihre Schiffskredite nicht mehr tilgen. Das Konjunkturbarometer sank in der Umfrage um mehr als 13 Punkte auf 84,9.

Auch die Hafenwirtschaft blickt mit Sorgen auf ihre Geschäftsaussichten. Der Umschlag in den deutschen Seehäfen sei im ersten Halbjahr 2016 um zwei Prozent zurückgegangen. Die Gründe seien der nachlassende Welthandel, die Russlandsanktionen und die Konkurrenz der Häfen Rotterdam und Antwerpen.

Unter den Schiffsbauern herrscht dagegen Aufbruchstimmung. Der Geschäftsklimaindex dort kletterte um 35 Punkte auf 118,2. Grund dafür sind vor allem die Werft-Fusionen in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. „Angesichts der Krise im Weltschiffbau ist die wirtschaftliche Lage der Werften hierzulande erfreulich robust“, sagte der Vorsitzende der IHK Nord, Fritz Melsheimer.

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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