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Kieler Coop verkauft ihre elf Bau- und Gartencenter

Konsumgenossenschaft Kieler Coop verkauft ihre elf Bau- und Gartencenter

Die Konsumgenossenschaft Coop (Kiel) trennt sich von weiteren Teile des Unternehmens. Nach dem Verkauf der zwei Sky-Märkte in Bad Oldesloe und Itzehoe wird die Coop auch ihre elf Plaza Bau- und Gartencenter veräußern. Das Unternehmen bestätigte diese Pläne. Details dazu wollte der Vorstand aber am Freitag noch nicht mitteilen.

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Die Konsumgenossenschaft Coop (Kiel) trennt sich von weiteren Teile des Unternehmens.

Quelle: Christian Charisius/dpa

Kiel. Damit treibt der seit knapp zwei Jahren amtierende Vorstand den Umbau des Einzelhandelskonzerns in diesem Jahr deutlich voran. Die beiden Sky-Supermärkte gehen, wie berichtet, an den Konkurrenten Kaufland, ein Tochterunternehmen der Schwarz-Gruppe (Neckarsulm), zu dem auch Lidl gehört.

 Und jetzt wurde der geplante Verkauf der Bau- und Gartencenter bekannt, der nach Informationen dieser Zeitung bereits zum Jahreswechsel vollzogen werden soll. Sie sollen nicht einzeln, sondern im Paket verkauft werden. Von den elf Märkten befinden sich sieben in Schleswig-Holstein (u.a. in Büdelsdorf, Kappeln und Scharbeutz), zwei in Mecklenburg-Vorpommern und jeweils einer in Hamburg und in Niedersachsen.

 Am gesamten Umsatz der Coop in Höhe von 1,276 Milliarden Euro (2014) haben die Bau- und Gartencenter mit knapp 44 Millionen Euro zwar nur einen relativ geringen Anteil. Aber während des Geschäft in den Bereichen Supermärkte (Sky) und Warenhäuser (Plaza) zuletzt stagnierte oder sich sogar rückläufig entwickelte, erzielten die elf Märkte im vergangenen Jahr mit 8,6 Prozent ein für den Vorstand überraschend deutliches Wachstum. Denn gerechnet hatte das Unternehmen nur mit einem Umsatzplus von knapp zwei Prozent. „Die nachhaltig positive Entwicklung im Umsatz und Rohertrag über die letzten Jahre bestätigt unsere Ausrichtung der Vertriebslinie“, heißt es noch im Geschäftsbericht 2014 der Kieler Genossenschaft.

 Über die Gründe des Verkaufs kann daher nur spekuliert werden. Der Coop-Vorstand will sich erst in der kommenden Woche dazu äußern. Doch unabhängig vom guten Geschäft im vergangenen Jahr: Auch in der Baumarktbranche herrscht ein harter Wettbewerb, der Erfolg ist zudem stark abhängig vom Wetter. Und Bau- und Gartencenter gehören nicht zum Kerngeschäft der Coop.

 Das Unternehmen, das in den vergangenen Jahren gar keine oder nur geringe Gewinne erwirtschaftet hat, kann das Geld aus einem Verkauf daher sicher gut gebrauchen, um das Kerngeschäft, den Lebensmittelbereich, zu stärken. Denn der Vorstand, Thorsten Tygges und der frühere Lidl-Manager Rüdiger Kasch, hat schon im vergangenen Jahr ein „umfangreiches Projekt aufgelegt, um die strategische Neuausrichtung voranzutreiben und Umsatz und Ergebnis nachhaltig zu steigern“ (Geschäftsbericht 2014).

 Neben Einsparungen bei den Kosten sieht das Projekt auch Investitionen in das Sortiment (mehr Produkte als Eigenmarken, Ausbau der Frischabteilungen), den Umbau der Märkte und Neueröffnungen von Supermärkten vor. In den Jahren 2015 bis 2017 sind laut Coop-Geschäftsbericht Investitionen in einer Größenordnung von rund 120 Millionen Euro vorgesehen. Und Tygges und Kasch denken auch an Übernahmen. Die Coop habe starkes Interesse an Standorten im Berliner Raum, die eventuell im Zuge der Tengelmann-Kaiser’s-Übernahme durch Edeka verkauft werden müssen, hieß es bereits im Sommer.

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