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Spediteure rasen vor Wut

Kritik Spediteure rasen vor Wut

Lange schien es so, als sei die Logistikbranche abonniert auf starke Wachstumsraten: Solides Wirtschaftswachstum und der Trend zum Online-Handel bescherten der Transportwirtschaft sonnige Aussichten. Doch zuletzt haben die Erwartungen der Branche im größten Teil der Republik einen Dämpfer erlitten.

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Hamburger Spediteure kritisieren Reedereien, ihr Vorwurf: „Nie dagewesener Sittenverfall“ – Doch wie sieht es in Schleswig-Holstein aus?

Quelle: Alexander Becher

Kiel. Besonders frustriert sind die Spediteure in Hamburg: Die verzögerte Elbvertiefung und neue Allianzen in der weltweiten Linienreederei setzen ihnen massiv zu. Anders als ihre Kollegen im Bund blicken die Transporteure in Schleswig-Holstein jedoch weiterhin optimistisch in die Zukunft.

Von Zuversicht weit entfernt und sogar ziemlich sauer ist Johan P. Schryver, Vorsitzer des Vereins Hamburger Spediteure. Seine Wut richtet sich auf die Reedereien, die massiven Druck auf Export-Firmen ausübten. Teilweise nähmen sie Frachten nur zu höheren als ursprünglich vereinbarten Transportraten mit – oder die Waren blieben bis zum Lkw- und Bahn-Abtransport zu den Häfen länger auf dem Firmengelände stehen. „Das ist ein noch nie dagewesener Sittenverfall“, sagt auch Willem van der Schalk vom Vereinsvorstand zu solchen Vertragsverletzungen. Die „Marktmacht der Reedereien“ müssten die Speditionen als Katalysator ausbaden.

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Ein Artikel von
Robert Michalla
Wirtschaftsredaktion

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