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Kieler HaGe mit verbessertem Ergebnis

Landhandelskonzern Kieler HaGe mit verbessertem Ergebnis

Der Kieler Agrarhändler Hauptgenossenschaft Nord AG (HaGe Nord) hat trotz andauernder Preiskrise in der Landwirtschaft sein Ergebnis im vergangenen Jahr kräftig verbessern können. Das teilte der Vorstand auf der Hauptversammlung am Mittwoch im Kieler Ostseekai mit.

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Die HaGe-Ölmühle im Kieler Nordhafen.

Quelle: sp

Kiel. Obgleich der Umsatz des Konzerns um etwa 360 Millionen Euro im Vorjahresvergleich auf knapp 2,2 Milliarden Euro gesunken ist, verbesserte sich die Ertragslage beim Ergebnis vor Steuern auf 15,1 Millionen Euro (Vorjahr: 7,8 Mio.). "Wir sind damit zufrieden, gehen gestärkt ins Jahr 2017 und haben gegenüber den Mitbewerbern keine Marktanteile eingebüßt", sagte HaGe-Vorstand Markus Grimm. In "turbulenten Zeiten" bleibe die HaGe ein stabiler Handelspartner.

HaGe optimiert Prozesse 

Als Grund für den Umsatzrückgang nannte Grimm geringere verkaufte Mengen in den Segmenten Betriebsmittel, Futtermittel sowie im Getreide- und Ölsaatengeschäft. Weil aber gleichzeitig die bereits im Jahr 2015 eingeleiteten Kostensenkungen und Optimierungsmaßnahmen greifen würden, hätte das operative Ergebnis verbessert werden können. "Alle Prozesse werden auf Effizienz getrimmt, davon profitieren auch unsere Kunden", sagte Grimm. Die Handelsmarge insgesamt sei "extrem" unter Druck, ergänzte Vorstandssprecher Henrik Madsen: "Durch die Senkung der Neben- und Direktkosten konnten wir zwar etwas punkten, sind aber noch von unserem Ziel einer einprozentigen Marge entfernt." 

Getreidevermarktung ist ein wichtiges Standbein

Die HaGe Kiel beschäftigt etwa 1600 Mitarbeiter. Der Agrarhandel wird in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und den übrigen neuen Bundesländern direkt mit der Landwirtschaft betrieben. Im Großhandel bedient die HaGe über ihre Tochter BSL den gesamten deutschen Markt mit Dünger, Pflanzenschutzmitteln und Saatgut. Mit eigenen großen Umschlaganlagen in Hamburg, Rostock und Kiel ist die HaGe in der internationalen Getreidevermarktung tätig und hat im vergangenen Jahr die Hälfte der deutschen Drittlandsexporte abgewickelt.

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Ein Artikel von
Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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